Ebern — Bei angenehmen Temperaturen fand die Schmetterlingswanderung der Ortsgruppe Ebern des Bundes Naturschutz (BN) mit Eberhard Ponader und Harald Amon statt. Mit Keschern gingen die Teilnehmer in den blütenreichen, extensiv genutzten Wiesen am Mühlbach und Richtung Hasenschrei auf Fang und konnten bald den braunkolbigen und den schwarzkolbigen Dickkopffalter, das Kleine Waldvögelein, das Große Ochsenauge und den Schornsteinfeger beobachten. Dieser Augenfalter beeindruckte mit seinen acht hell umrahmten schimmernden Punkten auf dunklem Untergrund. Von den Weißlingen wurde das Schachbrett mit dem klaren Muster, der kleine Kohlweißling und der "Tintenfleck" festgestellt. Der kurz-schwänzige Bläuling, der sich erst in den letzten Jahren in den Haßbergen ausgebreitet hat, wurde ebenso wie der Hauhechel-Bläuling gefunden. Die Teilnehmer legten teilweise selbst Hand an, gingen mit Keschern erfolgreich auf Fang und konnten dann an Bestimmungstabellen die Art des Schmetterlings feststellen.
Neben den besonders geschützten dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling waren die Naturfreunde auch vom gefundenen Landkärtchen und vom C-Falter begeistert. Der gut getarnte Schmetterling offenbarte auf seiner Unterseite ein deutlich erkennbares weißes "C".