Nach jahrelangen umfangreichen Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten zeigt sich die Franken-Akademie Schloss Schney für die Zukunft gerüstet. Bei einem Ortstermin informierten die Vorsitzende der Franken-Akademie, MdL Susann Biedefeld (SPD), und Akademieleiter Klaus Hamann die Vertreter der Fraktionen in Kreistag und Stadtrat sowie Landrat Christian Meißner und Bürgermeister Andreas Hügerich über die kürzlich abgeschlossenen Modernisierungsarbeiten.


Der Balkon bröckelte

Mit zu den ersten Maßnahmen zählten die Instandsetzung des Balkons des Schlosses und der Schlossmauer. Der bröckelnde Balkon sei eine Gefahr gewesen, betonte Hamann. Damals gab es sogar Überlegungen, ob es nicht auch ohne Balkon gehe, ergänzte Biedefeld, da es alte Ansichten der Fassade gebe, die keinen Balkon zeigen. Schließlich wurde der Balkon über dem Hauptportal saniert und gibt die Eingangsfassade ihr markantes Aussehen wieder. Einen erheblichen finanziellen Aufwand bedeutete auch die Instandsetzung der Schlossmauer, die abzustürzen drohte und damit auch die Statik des Schlosses beeinträchtigt hätte.
In diesem Zusammenhang dankte Susann Biedefeld für die gute Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Überhaupt sei die Zusammenarbeit mit den Behörden gut gewesen.
Vom Schloss führte der Ortstermin zum gegenüberliegenden ehemaligen Schneyer Rathaus, einem der heutigen Gästehäuser des Tagungs- und Bildungszentrums. Nach den umfangreichen Sanierungsarbeiten präsentieren sich die Einrichtung und Ausstattung der Zimmer hell, freundlich und gepflegt. Und wie Akademieleiter Klaus Hamann betonte, wurden auch die Sanitäreinrichtungen mit großem Aufwand saniert. Wen wundert es daher, dass die Seminarteilnehmer jetzt am liebsten im ehemaligen Rathaus untergebracht werden wollen. Im Dachgeschoss des Gebäudes stand eines der insgesamt 16 Einzelzimmer der Anlage zur Besichtigung an. Ihren Feierabend können die Seminarteilnehmer künftig auch in einem extra dafür eingerichteten Fernsehzimmer verbringen, das allerdings noch im Entstehen ist.
Auf der Höhe der Zeit sind auch die neugestalteten und mit modernster Technik ausgestatteten Seminarräume.
Die Franken-Akademie Schloss Schney verfügt über elf Tagungsräume mit einer Größe zwischen 15 und 250 Quadratmetern. Die größeren Seminarräume sind durchgehend mit modernen Decken-Beamern und fest installierten Leinwänden mit einer Bilddiagonale von über drei Metern ausgestattet. Im Gegensatz zu früher kann das Seminargebäude auch über einen behindertengerechten Zugang gereicht werden. Im Verlauf des Rundgangs machen Biedefeld und Hamann auf die umfangreich durchgeführten Brandschutzmaßnahmen aufmerksam. "Wir haben sehr viel in den Brandschutz investiert", konkretisierte Biedefeld.


Lohnender Blick zur Decke

In der ebenfalls neugestalteten Gaststätte der Franken-Akademie lohnt sich ein Blick zur Decke, wie die Teilnehmer der Führung feststellten. Beim Entfernen der abgehängten Decke wurde die alte Stuckdecke wieder sichtbar, die nach umfangreicher Restaurierung dem Raum eine würdevolle Eleganz verleiht. Ob allerdings eine der Eckfiguren den Coburger Mohren darstellt, bleibt dem Auge und der Fantasie des Betrachters überlassen.
Susann Biedefeld dankte allen Zuschussgebern, allen voran dem Freistaat Bayern, der zwei Drittel der Kosten übernommen hat, weitere Fördermittel kamen von der Oberfrankenstiftung, dem Landkreis und der Stadt Lichtenfels und weiteren Spendern.
Von der guten Küche der "Schlossschänke" kann sich auch die Bevölkerung am Wochenende überzeugen. Die Öffnungszeiten sind Freitag und Samstag, jeweils ab 17 Uhr und Sonntag von 11 bis 14 Uhr. Und wie Biedefeld betonte, stehe die Gaststätte auch für Familienfeste und Vereinsfeiern offen.