"Mit Gott fang an, mit Gott hör auf, das ist der beste Lebenslauf!" Von diesem Wahlspruch hat sich Otto Mergenthaler als fleißiger Kirchgänger zeit seines Lebens leiten lassen. In geistiger und körperlicher Fitness feierte der geschätzte Senior aus Knetzgau im Freundes- und Familienkreis seinen 90. Geburtstag. Er blickt auf ein erfülltes Leben.
Mergenthaler ist am 2. Mai 1927 in Knetzgau geboren und dort als fünftes von sechs Kindern aufgewachsen. Nach dem Besuch der Volksschule hat er auf dem nach der Mutter benannten elterlichen Binnenschiff "Anna" den Beruf des Schiffers erlernt und das Patent für die Schifffahrt auf dem Main erworben. Mit 17 Jahren folgte der Kriegseinsatz in Dänemark.
Nach der Rückkehr hat Mergenthaler seine Frau Frieda geheiratet, die vor sieben Jahren verstorben ist. Dem Ehepaar wurden drei Töchter und ein Sohn geschenkt. Mittlerweile erfreut sich der Jubilar an den acht Enkeln und 13 Urenkeln.
Als "Schifferkind" hat Mergenthaler die Schifffahrt sein ganzes Berufsleben lang begleitet. Nach der Heirat folgten zunächst mehrere Jahre Berufseinsatz bei verschiedenen Reedereien, darunter sechs Jahre als Schiffsführer bei der Rhein-Main-Donau AG. Mergenthaler hatte zudem beim Wasser- und Schifffahrtsamt Schweinfurt die Prüfung für den Schleusendienst absolviert.
Zunächst als Schleusenmeister in Wipfeld und Limbach im Einsatz, war der Jubilar 23 Jahre lang als Betriebsleiter an der Schleuse in Knetzgau bis zum Eintritt in den Ruhestand im Jahre 1990 tätig.
Die Arbeit ist das Lebenselixier für Mergenthaler und so versorgt er noch heute seinen Haushalt größtenteils selbstständig. Die Gartenarbeit und die tägliche Zeitungslektüre sorgen für Kurzweile im Leben des rüstigen Seniors. Er ist Gründungsmitglied beim Schiffer- und Fischerverein Knetzgau. Nach 30-jährigem Einsatz als Vorstand wurde er zum Ehrenvorstand ernannt. Beim TSV Knetzgau ist er ebenfalls Mitglied, bei dem er in jungen Jahren aktiver Spieler war. Zudem engagierte er sich 20 Jahre als Schriftführer beim Seniorenkreis Knetzgau.
Für sein besonderes Engagement dankten ihm die Vertreter der Vereine mit einem besonderen Glückwunsch. Für den Landkreis gratulierte stellvertretender Landrat Oskar Ebert (FW) und für die Gemeinde Knetzgau Bürgermeister Stefan Paulus (CWG, SPD). cr