Ebern/Haßfurt — Wegen der hohen Summe war manchem Kreisausschuss-Mitglied nicht ganz wohl zumute: rund 20,6 Millionen Euro sollen die Generalsanierung sowie die Erweiterung des Friedrich-Rückert-Gymnasiums in Ebern kosten. Bei der gestrigen Ausschusssitzung stimmten die Mitglieder dennoch geschlossen dem von der Regierung von Unterfranken genehmigten Raumbedarf von 19 Klassen und acht Kursräumen sowie der Generalsanierung zu.
Der Leiter des Gymnasiums, Klauspeter Schmidt, hatte die Notwendigkeit der Maßnahme erläutert, vor allem sei aus sicherheitstechnischer Sicht Handlungsbedarf geboten, sagte der Direktor. "Eigentlich bin ich schon mit einem Bein im Knast", verlieh er der Dringlichkeit der Sanierung Nachdruck. So bereite ihm zum Beispiel Sorge, dass es keine Abzugseinrichtung gebe im Brandfall. Was früher noch als sicher bewertet wurde, werde nach heutigen Sicherheitsrichtlinien nicht mehr akzeptiert. Deswegen ist laut Schmidt die Renovierung der Schule überfällig.
Die Nachfrage einiger Ausschussmitglieder, warum sich die Sanierung und Erweiterung als so teuer erweisen, erklärte Landrat Wilhelm Schneider mit der besonderen Bausubstanz der in den Jahren 1970/71 erbauten Schule. Nach dem gestrigen Beschluss soll nun die Verwaltung damit beauftragt werden, ein VOF-Verfahren (Vergabeordnung für freiberufliche Leistungen) einzuleiten. Vor 2017 kann die Sanierung wegen des Planungszeitraumes nicht beginnen. al