von unserem Redaktionsmitglied 
Bernhard Panzer

Herzogenaurach — Die erste Sitzung des neu formierten Bauausschusses verlief in Rekordzeit. Gerade mal 21 Minuten benötigten die Räte, um die 16 Tagesordnungspunkte abzuhandeln. Knifflige Fälle waren diesmal nicht darunter, mehrfach fielen die privaten Baugesuche unter die Genehmigungs freistellung.
Ein Antrag aber sorgte für ein Schmunzeln bei Bürgermeister German Hacker (SPD). In Höfen wurde die "Errichtung einer Natursandsteinmauer aus Granit" beantragt, was das Stadtoberhaupt als "ein bisschen widersprüchlich" bezeichnete. Genehmigt wurde die Stützmauer auf dem abschüssigen Grundstück selbstverständlich unabhängig der Formulierung.
Einen 1,80 Meter hohen Sichtschutzzaun darf Norbert Bohne im Welkenbacher Kirchweg aufstellen. Gewöhnlich liegt die Grenze bei 1,20 Meter, erläuterte der Bürgermeister. Doch nur, wenn der Zaun an der Straße steht. Die beantragte Abtrennung liege jedoch zwischen zwei Nachbargrundstücken, was für Hacker auch in dieser Höhe unkritisch zu bewerten ist. Der Zaun darf sechs Meter lang sein.
In der Nelkenstraße in Welkenbach bauen Jie Han und Siyuan Chen ein Wohnhaus mit gewerblicher Nutzung. Geplant ist dort ein Büro mit Schulungsraum (IT-Branche). Auch am Wiwaweiher wird gebaut. Dort wollen Stefanie und Glenn Glidewell ein Einfamilienhaus mit Doppelcarport errichten. Die Zufahrt wird über die Adlerstraße erfolgen.
Ohne Diskussion wurde der Bauantrag der Firma Aldi genehmigt. Dort wird die Erweiterung des Marktes in der Ohmstraße um etwa 200 Quadratmeter angestrebt. Im Stadtrat hatte sich in einer früheren Sitzung noch eine Debatte über die Märkte im Gewerbegebiet Nord entwickelt. Unter die Genehmigungsfreistellung fielen unter anderem verschiedene Anträge der Herzo Werke. Geplant ist der Bau mehrerer Versorgungs- und Trafostationen.