In der SPD-Stadtratsfraktion gab es an der Spitze einen Wechsel. Bei der letzten Fraktionsklausur wurde die Nachfolgeregelung beschlossen und festgelegt, dass Sandra Wüstner den Platz von Elke Bauer einnimmt. "Die Elke Bauer wollte wieder eine ganz normale Stadträtin sein", erklärte Fraktionssprecher Curd Blank jetzt im Pressegespräch.
Die dreifache Mutter Sandra Wüstner gehört der SPD mehr als 25 Jahre an und ist bekannt für ihr Engagement im Jugendhaus sowie als Mitglied im Kirchenvorstand der Evangelisch-Lutherischen Kirche. "Schon seit meiner Zeit bei den Jusos interessiere ich mich für die Politik und insbesondere für die Kommunalpolitik", erzählte Wüstner, die 2014 in den Stadtrat einzog.
Es mache sich inhaltlich schon bemerkbar, wenn Frauen mitarbeiten, kommentierte Wüstner schmunzelnd die Troika, was Fraktionssprecher Curd Blank gleich lächelnd bestätigte. Es gebe zwar keine spezielle Rollenverteilung innerhalb der Fraktion, weil eigentlich alle mitarbeiten und die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister hervorragend funktioniere. Aber "für Presse und Schriftliches ist die Sarah zuständig, schließlich ist sie Germanistin", meinte Blank, der sich mit Sandra Wüstner um Organisation und um die Ausschüsse kümmern will.


Anruf statt Antrag

Die SPD ist in Herzogenaurach durch die Stadtratsmehrheit in der feudalen Situation, sich nicht mit Anträgen beschäftigen zu müssen. "Viele Anträge an den Stadtrat und den Bürgermeister ließen sich auch durch einen Anruf beim Bürgermeister oder der Verwaltung erledigen", erklärte Wüstner. Denn vieles gehe bei einer Stadtratsmehrheit auf dem "kurzen Dienstweg, wenn irgendwo in der Stadt was auffällt oder Bürger etwas an uns herantragen", erklärte Blank. Allerdings sei das eben nicht öffentlichkeitswirksam, weil es auch nicht in der Presse erscheine.
So werden Probleme in gemeinsamen Sitzungen, auch in der der Allianz mit den Grünen, diskutiert und nach Lösungen gesucht. "Ich habe in den zwei Jahren im Stadtrat viel gelernt und ich möchte meine politische Arbeit für unsere Stadt einbringen, das ist mir sehr wichtig und es macht Spaß", erklärte die neue stellvertretende Fraktionssprecherin.


Frühjahrstour startet

Dass die Arbeit nicht weniger wird, ist der Fraktionsspitze auch klar. Schließlich stehe die Stadt, insbesondere bei den geplanten Bauvorhaben, vor großen Herausforderungen.
Deshalb freute sich Sarah Litz schon auf die "Frühjahrstour", die am heutigen Montag um 17 Uhr nach Beutelsdorf führt. "Es ist uns wichtig, was die Bürger bewegt und dabei gibt es immer wieder neue Ideen, die wir in unsere Stadtratsarbeit einbringen können", erklärte Litz. So gehören Diskussionen zur politischen Arbeit und so werde in der Fraktion und in der Allianz auch über das kulturelle Angebot in Herzogenaurach diskutiert.
"Wer sagt, in Herzogenaurach sei nichts los, der lügt", sagte Doris Wüstner. Man will aber mit der Zeit gehen und ist bestrebt, neue kulturelle Angebote aufzutun, schließlich wohnen in der Stadt viele Menschen aus allen Teilen der Welt. Und durch das Stadtmarketing und das Corporate Design sei die Stadt noch bekannter geworden.