von unserem Mitarbeiter  Alfons Beuerlein

Sand — Zum letzten Spiel der Hinrunde in der Fußball-Landesliga Nordwest tritt der FC Sand am Sonntag (15 Uhr) beim Würzburger FV II an. Die Eigner-Truppe, die keine ihrer letzten acht Partien verlor und sich dabei 20 Punkte holte, möchte dort einen gelungenen Abschluss einer erfolgreichen ersten Saisonhälfte feiern.
Nach dem überlegen 3:0-Heimsieg über den TSV Neustadt/Aisch hat das ohnehin schon starke Selbstbewusstsein der Sander Mannschaft noch mehr zugenommen. Selbstsicher klingt deshalb auch die Aussage von Trainer Bernd Eigner: "Was mir gefallen hat, war die Art und Weise, wie der Sieg zustande kam. Die Abwehr spielte konsequent auf ein zu Null. Auch in den anderen Mannschaftsteilen zeigten wir eine sehr hohe Konstanz. Jeder einzelne meiner Spieler hat seine bestmögliche Leistung gebracht. Wir spielten nicht nur in Teilabschnitten, sondern über die volle Spielzeit Power-Fußball, der auch für die kommenden Aufgaben hoffen lässt".
Eine der Aufgaben, die Bernd Eigner meinte, steht dem Tabellenzweiten FC Sand (38 Punkte) am morgigen Sonntag beim Würzburger FV II (13. Platz / 17 Punkte) bevor. Der Gast will sich nicht davon täuschen lassen, dass der Traditionsverein Würzburger FV in finanziellen Schwierigkeiten steckt und dass die WFV-Reserve ihre vergangenen vier Spiele allesamt verlor. Die Sander wissen, dass ihr Gegner nur noch einen Zähler von den Relegationsplätzen entfernt ist und mit aller Macht versuchen wird, nicht noch weiter abzurutschen.
"Wir brauchen uns nichts vormachen. Für uns ist das Spiel in Würzburg eine ungewisse Aufgabe", sagt Eigner. "Wir wissen nicht, ob und wie viele Bayernliga-Spieler unser Gegner gegen uns einsetzt und ob das Spiel auf normalem Rasen oder Kunstrasen stattfindet."
Zumindest auf Letzteres hat sich der FC Sand ein Stück weit vorbereitet. Das Training am Donnerstag verlegte Trainer Eigner kurzerhand auf den neuen Kunstrasenplatz im Seestadion, um den Spielern das Gefühl für das bisher ungewohnte Geläuf zu vermitteln. "Durch den Kunstrasenplatz haben wir nun die Möglichkeit, uns auch auf solche Plätze bei auswärtigen Vereinen vorzubereiten, was uns bestimmt weiterhelfen wird", so Eigner.

Lohn des guten Trainings

Der Trainer zeigt sich auch insgesamt mit der Situation seiner Mannschaft zufrieden. Mit 15 gleichwertigen Feldspielern im Kader kann er ein gezieltes Training durchführen. Eigners Wahlspruch lautet: "Was man im Training sät, kann man im Spiel ernten." Das gelte für Kraft, Ausdauer und Spielkultur. "Weil wir in den letzten Wochen fleißig waren, konnten wir in den letzten Spielen auch unseren Power-Fußball über die volle Spielzeit beibehalten. Wenn wir an dieser Art Fußball festhalten, können wir jeden Gegner schlagen", sagt Eigner.
Für das Spiel in Würzburg fällt neben den Langzeitverletzten nur Rene Finnemann aus, der sich gegen Neustadt eine Bänderdehnung im Knie zugezogen hat und vorsichtshalber eine Woche pausieren wird. Eigner wollte beim Abschlusstraining am Donnerstag noch nicht festlegen, wer Finnemann in der Innenverteidigung ersetzen soll.
Unwirsch reagierte der Sander Trainer darauf, dass seine Mannschaft nach den jüngsten Erfolgen leichtsinnig werden und den Würzburger FV II unterschätzen könnte. Eigner: "Das wird auf gar keinen Fall geschehen. Wir sind gewappnet. Wir wollen in der Spur bleiben und uns nicht von unserer Erfolgsserie abbringen lassen."
FC Sand: Biemer, Bayer - Gundelsheimer, Götz, Heyer, T. Krines, Leim, J. Pickel, Rinbergas, Rippstein, D. Schlereth, Th. Schlereth, Schmitt, Wasser, Wieczorek, Wirth