von unserem Redaktionsmitglied 
Norbert Felgenhauer

Sand — Letzter Spieltag, aber noch kein Ende: Wenn der FC Sand am Pfingstsamstag (Anstoß bereits um 14 Uhr) gegen den Würzburger FV II sein letztes Punktspiel der Fußball-Landesliga Nordwest bestreitet, ist dies gleichzeitig eine Einstimmung und die Generalprobe für die "Verlängerung". Ab Mittwoch, 27. Mai, werden die Sander dann in der Relegationsrunde um den Aufstieg in die Bayernliga kämpfen und im Idealfall weitere vier Begegnungen bis zum 7. Juni absolvieren.
"Die Relegation steht natürlich über allem", weiß der Trainer der Sander, Bernd Eigner. Dennoch können die Würzburger nicht damit rechnen, auf eine lasche Sander Truppe zu treffen. "Wir wollen im Rhythmus bleiben, auch dieses Spiel gewinnen und damit auch Selbstvertrauen für die Relegationsspiele tanken", macht Eigner klar.
Das werden die Gäste nicht gerne hören, denn für sie geht es noch darum, sich den direkten Klassenerhalt zu sichern. Um das zu schaffen, müsste die WFV-"Zweite" (33 Punkte) in Sand gewinnen und darauf hoffen, dass Konkurrent Bayern Kitzingen gleichzeitig zu Hause gegen den Neunten FC Leinach leer ausgeht. Dass die Würzburger noch "kratzen, beißen und kämpfen", wie es der Sander Trainer ausdrückt, zeigten sie vor Wochenfrist, als sie dem Meister DJK Bamberg mit 1:1 ein Unentschieden abrangen.
Klarer Favorit aber sind die Sander. Sie gewannen das Hinspiel mit 2:0, und ihr Gast gehört mit drei Siegen, vier Unentschieden und neun Niederlagen zu den auswärtsschwächsten Teams der Klasse. Dem gegenüber steht die Sander Heimbilanz, die beste der Landesliga Nordwest mit 14 Dreiern und zwei Unentschieden. "Diese Bilanz wollen wir natürlich weiter ausbauen und unseren Zuschauern noch einmal ein schönes und erfolgreiches Spiel zeigen", kündigt Eigner an. Außerdem wolle sich der FC Sand schon deshalb nicht hängen lassen, um sich nicht dem Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung auszusetzen.
Nachdem die Sander Mannschaft in der Woche zuvor eine Trainingspause eingelegt hatte, um im Hinblick auf die Relegation einige Blessuren auszukurieren, hat Eigner seit Montag das Pensum wieder angezogen. Bis auf die langzeitverletzten Peter Heyer und Daniel Rinbergas rechnet der Trainer gegen den WFV mit seinem kompletten Kader.
Da es für den Gegner noch um einiges geht, erwartet er aggressives Zweikampfverhalten, "das wird bestimmt ein guter Test für uns für die Relegation", sagt der Sander Trainer.
Trotz der schweren Verletzung von Kapitän Rinbergas, der sich einen Kreuzbandriss zuzog und neben Heyer (Beinbruch) schon der zweite absolute Leistungsträger ist, der dem FC langfristig ausfällt, sei die Stimmung in der Mannschaft "hervorragend. Alle sind locker drauf, wir machen auch für die Relegation keinen Druck."
Dennoch: Dass Rinbergas als Kopf der Mannschaft und gefährlicher Torschütze fehlt, sei klar, sagt Eigner: "Ich hoffe, dass die Mannschaft, wie sie das auch beim Ausfall von Peter Heyer getan hat, noch einmal eine Reaktion zeigt, dass jeder noch eine Schippe drauflegt."
FC Sand: Biemer, Schanz - Finnemann, Gundelsheimer, Götz, Karmann, T. Krines, Leim, F. Pickel, J. Pickel, Ribeiro, Rippstein, D. Schlereth, Th. Schlereth, Schmitt, Wasser, Wieczorek, Wirth