Bad Staffelstein — Einer der bekanntesten Organisten Deutschlands, Felix Friedrich, gab sich in der Stiftskirche in Kloster Banz die Ehre. Wie viele Orgeln in aller Welt mag er erforscht und gespielt haben? Die neue "alte" Banzer Seuffert-Woehl-Orgel beanspruchte jedenfalls sein ganzes Können. Die mächtigen Akkorde der barocken Kompositionen von Johann Sebastian Bach oder Georg Friedrich Händel füllten den sakralen Raum, während die farbenreichen Labialstimmen koloristisch und fantasievoll geweckt wurden. Seine Liebe zur modernen Orgelmusik bestätigte der Organist mit der Kyrie von Maximilian Kreuz. Friedrich reflektierte den zeitgenössischen Schaffensprozess und bereicherte ihn mit neuen Klangformen. In den beiden Werken des Bachschülers Johann Ludwig Krebs zeigte er die polyphone Dichtkunst des Meisters. Mit der Toccata und Fuge in d-Moll von Johann Sebastian Bach präsentierte der Organist das wohl bekannteste Orgelwerk europäischer Kunstmusik. Das Vorspiel meisterte Friedrich mit schnellen Läufen und vollgriffigen Akkorden. Nach der Toccata schloss sich dann die vierstimmige Fuge, die in einem prächtigen Schlussabschnitt mündete. Andreas Welz