Kronach — Berufliche Anwender von Pflanzenschutzmitteln müssen künftig den neuen Sachkundenachweis Pflanzenschutz besitzen. Die Sachkunde, die üblicherweise mit der Berufsausbildung, einem Studium oder einer Sachkundeprüfung erworben wird, muss künftig durch den neuen Sachkundenachweis im Scheckkartenformat nachgewiesen werden.
Noch bis Dienstag, 26. Mai, haben jene Landwirte, die ihre Sachkunde vor dem 14. Februar 2012 erlangt haben, Zeit, um den neuen Sachkundenachweis zu beantragen, informiert der Bayerische Bauernverband. Der Antrag für den neuen Sachkundenachweis kann einfach online unter www.pflanzenschutz-skn.de oder beim zuständigen Landwirtschaftsamt gestellt werden.

Regelmäßig weiterbilden

Die alten Ausbildungs- und Befähigungsnachweise werden nur noch bis zum 26. November 2015 als Beleg für die Sachkunde anerkannt. Danach ist zwingend der neue Ausweis nötig, wofür der Antrag nur noch bis 26. Mai gestellt werden kann. Dieser wird auch benötigt, um für berufsmäßige Anwender zugelassene Pflanzenschutzmittel im Handel erwerben zu können. Zusätzlich zur Beantragung des Sachkundenachweises müssen Sachkundige alle drei Jahre eine regelmäßige Fort- und Weiterbildung nachweisen. Alt-Sachkundige haben hierfür noch bis zum 31. Dezember 2015 Zeit.
Der Bayerische Bauernverband bietet im Rahmen seiner Dienstleistungen in Zusammenarbeit mit dem Kuratorium Bayerischer Maschinen- und Betriebshilfsringe, dem Verband für landwirtschaftliche Fachbildung in Bayern und dem Verband landwirtschaftlicher Meister und Ausbilder im Herbst 2015 wieder diese Fortbildung in allen Kreisverbänden an.
Interessenten sollten sich bei Bedarf schon vorab in der BBV-Geschäftsstelle, Telefon 09261/60670, anmelden, damit ein Platz für diese Fortbildungsveranstaltung reserviert wird.
Neu-Sachkundige, die nach dem 14. Februar 2012 eine entsprechende Ausbildung oder Prüfung abgelegt haben, sollten den Sachkundenachweis in Scheckkartenform baldmöglichst nach Abschluss der Ausbildung oder erfolgter Prüfung beantragen. Liegen mehr als drei Jahre zwischen der Ausstellung des Zeugnisses und der Beantragung, ist zudem eine anerkannte Fort- und Weiterbildung nötig. Ab Ausstellung des Sachkundenachweises sind bei Neu-Sachkundigen ansonsten ebenfalls Fort- und Weiterbildungen im dreijährigen Turnus nötig.

Wer braucht den Nachweis?

Den Pflanzenschutz-Sachkundenachweis benötigen Personen, die beruflich Pflanzenschutzmittel anwenden, über den Pflanzenschutz beraten (auch über den biologischen Pflanzenschutz) oder andere anleiten oder beaufsichtigen, die Pflanzenschutzmittel im Rahmen eines Ausbildungsverhältnisses oder einer Hilfstätigkeit anwenden oder Pflanzenschutzmittel verkaufen.
Außerdem ist ein Sachkundenachweis nötig, um spezielle Mittel zur Rattenbekämpfung einsetzen zu dürfen. red