In der Kreisklasse 4 konnte mit einer Ausnahme (in Hirschfeld) am Wochenende überall gespielt werden. Dabei gaben die Verfolger des DJK-SV Neufang, der TSV Neukenroth und der SV Gifting, Blößen.

TSV Neukenroth −
SV Reitsch 0:5 (0:1)

Trotz des in jeder Hinsicht völlig enttäuschenden Auftritts des "Aufstiegsaspiranten" gelang den Gästen mit einer läuferisch starken, in der Zweikampfführung überragenden Leistung ein hochverdienter Sieg. Im ersten Durchgang waren die Gastgeber zwar phasenweise überlegen, konnten aber drei gute Möglichkeiten nicht nutzen, während auf der Gegenseite der schussgewaltige A. Simon zunächst an Torwart Engelhardt scheiterte, diesen aber im zweiten Versuch mit einem Freistoß aus 30 Metern überraschte.
In der zweiten Halbzeit hatte der SV Reitsch gegen die ohne die erforderliche Konzentration, Lauf- und Zweikampfstärke agierende Heimelf ein leichtes Spiel. Aufgrund ihrer perfekten Chancenverwertung kamen die Gäste nach vier weiteren Treffern zu einem überraschenden, in der Höhe aber vollauf gerechten Sieg.
Tore: 0:1 A. Simon (43.), 0:2 A. Simon (50.), 0:3 A. Simon (68.), 0:4 Drews (88.), 0:5 Vollmuth (90.) / SR: Beck (Bayreuth). lw

SC Steinbach -
FC Wallenfels 1:7 (0:5)

Die Begegnung begann für die Rennsteig-Truppe mit einem frühen Gegentor, von dem sie sich im weiteren Verlauf nicht mehr erholen sollte. Es entwickelte sich ein mühsames Spiel auf weichem Untergrund. Die spielstarken Wallenfelser legten kurz darauf nach und erhöhten mit einem Doppelpack von Bicak und Gleich auf 0:3. Der SCR war nicht nah genug am Gegner und ließ im Gegensatz zu den Gästen die Bissigkeit vermissen. Diese waren in allen Belangen überlegen und bauten ihre Führung bis zur Pause auf 0:5 aus. Torchancen der Einheimischen sah man bis dato nicht.
Nach Wiederanpfiff waren die Steinbacher aktiver und fanden etwas besser ins Spiel. Jedoch war die Ausrichtung viel zu mittig, so dass auf den Flügeln große Lücken klafften. Diese nutzten die cleveren Gäste aus und legten weitere Tore nach. Den Ehrentreffer zum 1:7 erzielte Florenz Wiegand mit dem Schlusspfiff. Die Neubauer-Truppe erwischte nicht ihren besten Tag. Aber auch ein Spielsystem, das im Idealfall auf die Mannschaft ausgerichtet sein sollte, trug seinen Teil dazu bei.
Tore: 0:1 Leipold (5.), 0:2 Bicak (13.), 0:3 Gleich (17.), 0:4 Herrmann (32.), 0:5 Bicak (38.), 0:6 Zeitler (54.), 0:7 Köhlmann (66.), 1:7 Wiegand (90.) / SR: Morgner (Coburg). ds

SSV Tschirn -
FC Burggrub 3:2 (2:1)

Trotz der raschen Führung ließen sich die Hausherren während der gesamten ersten Hälfte tief in die eigene Hälfte drücken. Die Gäste setzte die Tschirner Abwehr unter Druck und konnten so in der 30. Minute den Ausgleich erzielen. Angriffe der Gastgeber waren Mangelware, jedoch verwandelte B. Hofmann kurz vor der Halbzeit einen Eckball mit dem Kopf zur erneuten Führung.
Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte glich der FC Burggrub erneut aus. Nach und nach spielten sich die Tschirner nun frei und zeigten mehr Offensivspiel. Hierfür wurde der SSV belohnt, und Ulli Hofmann markierte das 3:2 in der 51. Minute. Trotz zahlreicher Chancen der Gäste konnten die Tschirner die Führung bis zum Ende behaupten.
Tore: 1:0 U. Hofmann (1.), 1:1 Kessel (30.), 2:1 B. Hofmann (43.), 2:2 Baki (46.), 3:2 U. Hofmann (51.) / SRin: Thümling (SV Froschbachtal). ca

TSV Gundelsdorf -
FC Seibelsdorf 1:3 (0:1)

In den ersten 30 Minuten bestimmte der TSV auf tiefem Boden das Geschehen. In dieser Zeit versäumte es die Heimelf, das Spiel schon zu entscheiden. Die Seibelsdorfer nutzten in der 31. Minute eine Unaufmerksamkeit in der TSV-Abwehr und erzielten durch M Moser das 0:1. Danach bot sich bis zur Halbzeit das gleiche Bild, doch die Gundelsdorfer schafften es nicht, das Leder ins Tor des FC unterzubringen.
Die zweite Halbzeit ähnelte der ersten, doch Dominik Lindner glich in der 50. Minute durch einer schöne Aktion zum 1:1 aus. Die Heimelf verstärkte nun den Druck, wurde aber in der Hintermannschaft unachtsam und musste den erneuten Rückstand durch Triantafyllidis hinnehmen. Der TSV setzte nun alles auf eine Karte, konnte aber trotz bester Chancen keinen weiteren Treffen erzielen. Der 1:3-Endstand in der letzten Spielminute resultierte aus einem Befreiungsschlag, der hinter der aufgerückten Heimabwehr wieder zu Triantafyllidis gelangte. Dieser traf souverän.
Tore: 0:1 Moser (31.), 1:1 Lindner (50.), 1:2 Triantafyllidis (61.), 1:3 Triantafyllidis (90.) / SR: Ruß (Baunach). sp

SV Steinwiesen -
SV Gifting 1:0 (1:0)

Es blieb spannend bis zum Schlusspfiff, weil die Steinwiesener einfach vergaßen, den Sack zuzumachen. Beide Mannschaften schenkten sich nichts und bekamen je eine gelb-rote Karte, der SV Gifting im ersten Durchgang und der SV Steinwiesen in der zweiten Hälfte. Der einzige Treffer und damit Siegtor resultierte aus einem Eigentor, nachdem Göppner einen Freistoß aus gut 20 Metern geschossen hatte und ein Giftinger den Ball unhaltbar abfälschte.
Im ersten Durchgang hatte die Heimelf nach der Führung noch weitere Chancen. Von den Gästen sah man nur Distanzschüsse. Zwischen der 50. und 80. Minute hatte der SV Steinwiesen fünf Topchancen, aber man brachte den Ball einfach nicht über die Torlinie. In der 75. Minute verhinderte Torwart Kremer mit einer Glanzparade den Ausgleich der Gäste.
Tor: 1:0 Eigentor (19.) / SR: Nürnberger (Köditz). rr

TSV Windheim -
TSV Wilhelmsthal 4:2 (2:2)

Mit der ersten Aktion im heimischen Strafraum gingen die Gäste nach neun Minuten per Foulelfmeter durch Marcel Adam in Führung. In der 17. Minute erzielte Marco Pohl per Freistoß den Ausgleich, doch postwendend markierte der unermüdliche Christian Buckreus das 1:2. Nach 26 Minuten glich Benny Rebhan mit einem Flachschuss aus 20 Metern zum 2:2 aus. Auf dem schwer bespielbaren Boden war die Heimelf zwar feldüberlegen, doch setzten die Gäste ihre Stürmer besser in Szene und hätten durch Buckreus durchaus in Führung gehen können.
Nach dem Wechsel stellte sich die Heimelf besser ein, und es häuften sich die Zweikämpfe, so dass es eine Vielzahl an Gelben Karten auf beiden Seiten hagelte. In der 60. Minute brachte der starke Marco Pohl den TSV Windheim mit einem perfekt getretenen Freistoß auf die Siegesstraße, und Altmeister Marco Großmann setzte mit dem 4:2 nach Traumpass von Pohl den Deckel auf eine umkämpfte, aber nie unfaire Partie, in der die Gäste bis zum Abpfiff nicht aufsteckten. Schiedsrichter Renner (Lautertal) hatte einiges zu tun, aber die Begegnung jederzeit im Griff.
Tore: 0:1 M. Adam (9./Foulelfmeter), 1:1 M. Pohl (17.), 1:2 Buckreus (18.), 2:2 Rebhan (26.), 3:2 Pohl (60.), 4:2 Großmann (70.). rj