von unserem Mitarbeiter Ernst Weitl

Coburg — Die vom Turngau Coburg-Frankenwald veranstalteten Mannschafts-Meisterschaften der Turnerinnen wurden wie 2012 und 2013 erneut zu einem Triumph des TV Ketschendorf, standen sie doch viermal auf dem Podest ganz oben. Je einmal Teamgold ging an die Spvg Ahorn und an die TS Kronach.
Konnte im Vorjahr in der WK08 der jüngsten Turnerinnen nur der TSV Stockheim eine Mannschaft stellen, so waren es heuer gleich neun Mannschaften, die um die Treppchenplätze kämpfen mussten.
Es kam zu einem recht spannenden Duell zwischen der Spvg Ahorn und dem TSV Ludwigsstadt, das Ahorn mit 1,15 Punkten Vorsprung für sich entscheiden konnte, während sich der TSV Küps und die TS Kronach nicht minder heftig um Platz drei und vier stritten.
Die beste Einzelturnerin stellte mit Sophie Kremer der TSV Küps (57,80), mit 55,90 kam die Ahornerin Violetta Vogler auf den zweiten Platz und mit 54,60 Punkten Anna Biesenecker vom TSV Stockheim auf den dritten Platz.
Die in WK 10 zusammen gefassten Jahrgänge 2003 bis 2004 zeigten bereits erstaunlich gute Leistungen: Die Siegermannschaft von TV Ketschendorf I erreichte starke 189,10 Punkte, die Silbermannschaft des SV Steinwiesen schaffte noch hauchdünn die 180-Punkte-Hürde, während sich Spvg Ahorn I mit 177,40 Platz drei auf dem Stockerl erkämpfte. Die inoffizielle Einzelwertung sicherte sich mit 65,30 Punkten Emely Maar vom TV Ketschendorf, die auch Sprung und Stufenbarren für sich entschied, vor Lina Zimmermann, die für den SV Steinwiesen an den Start ging und am Boden mit 17,05 auftrumpfte.
Als Dritte der Einzelwertung turnte sich mit 61,35 Punkten Anna Herold vom TVK weit nach vorne; Anna brachte erstmals ihre P8 am Stufenbarren durch, erlaubte sich aber beim Abgang doch noch einen "Schnitzer", der sie einen ganzen Punkt kostete.
Erwartet wurde in WK 12 der Jahrgänge 2001/2002 ein Duell zwischen dem TSV Scheuerfeld, der durchgängig Turnerinnen des Jahrgangs 2001 aufbieten konnte, und dem TV Ketschendorf, dessen Mädchen alle dem Jahrgang 2002 angehören. Mit 181,90 zu 176,25 ging Gold überraschend deutlich an den TVK, wo sich Filomena Keim als Matchwinnerin erwies.
TS Kronach sicherte sich den dritten Platz mit 1,60 Punkten Vorsprung vor dem TSV Bad Rodach. Obwohl sie an keinem Gerät die Höchstpunktzahl turnte, ging die inoffizielle Einzelwertung mit 64,15 Punkten an Fabienne Weidle vom TVK, Platz zwei mit 63,45 Punkten an Hanna-Lena Habermann vom TSV Bad Rodach und Platz drei mit 63,10 an Filomena Keim vom TV Ketschendorf.
Die beste Sprung- und Bodenwertung erreichte H.-Lena Habermann, die Beste am Stufenbarren war Filomena Keim vom TVK und als beste Balken-Turnerin erwies sich Leonie Koch vom TSV Scheuerfeld. Als "Alleinunterhalter" gingen in WK 14 (1999/2000) die Kronacher Turnerinnenan den Start und hatten mit Laura Hellgeth bei 59,10 Punkten ihre Beste.
Der TVK konnte hier keine Mannschaft stellen, so dass Maria Herrich-Schäffer und La‘Teesha Zeighler gemäß WK-Ausschreibung ihr Können nur a.K. zeigen durften. Beide Turnerinnen präsentierten sich in guter Form, wobei Maria ganz besonders am Stufenbarren gefiel mit einer flüssig und sehr sauber geturnten P 9, für die sie mit 18,05 belohnt wurde.
Motiviert und mit 204,15 Punkten konkurrenzlos stark wickelten die TVK-Turnerinnen in WK 16 (1997/1998) ihren Wettkampf ab. Katalin Hauck ließ nichts anbrennen, war insgesamt Beste dieser Klasse und erhielt auch am Stufenbarren und am Balken die Höchstnoten. Grecia Beyersdorfer war mit 18,40 die überragende Springerin des Tages und erreichte mit dieser Wertung auch die absolut höchste Note über alle Geräte und alle Klassen.
Ihre Sprung-Qualitäten bewies auch Alina Zohner mit 17,35, während sich die sehr groß gewachsene Lea Fischer einmal mehr als zuverlässige Balkenturnerin erwies.
Kampflos kam der TV Ketschendorf bei den älteren Turnerinnen der WK18 - 1996 und früher - auf die oberste Podeststufe. Die TVK-Turnerinnen gingen ohne Konkurrenzdruck an die Geräte, und Lisa Wachter zeigte - obwohl mitten in den Abiturprüfungen befindlich -, nicht nur sehr gute Übungen an allen Geräten, sondern turnte mit 70,95 die Höchstpunktzahl des Tages.
Am Sprung gefallen konnte Ronja Dietz, während die ebenfalls im Abitur schwitzenden Janina Hügle und Nathalie Weidle sich ihre persönlichen Bestnoten am Stufenbarren holten.