Bei der Kreishauptversammlung der SPD Erlangen-Höchstadt ging der Kreisvorsitzende Fritz Müller auf die vielen Aktivitäten des Kreisverbandes ein. Eine Kommunalkonferenz habe den Grundstein für das Programm "Perspektive 2020" gelegt. Das Konzept "Betreuungspatenschaften im Landkreis" werde besonders die kleinen Ortsverbände unterstützen. Dazu gehöre die Fortbildung der Ortsvereinsvorstände, da es in den vergangenen Monaten bei vielen Ortsvereinen zu einem Generationswechsel gekommen sei. Im Juni werde ein Perspektivteam gegründet, das sämtliche Aktionen koordiniert.
Kassier Norbert Geyer berichtete von einer erfreulichen Kassenlage, obwohl sich der Kreisverband finanziell mit einem hohen Betrag an der Unterstützung der StUB-Aktion zum Landkreisentscheid beteiligt hatte.
Die Bundestagsabgeordnete Martina Stamm-Fibich berichtete von der aktuellen Flüchtlingspolitik auf Bundesebene. Das Abkommen mit der Türkei sei in der SPD-Fraktion durchaus umstritten. Man wünsche sich mehr Kritik an den Zuständen in der Türkei, müsse aber auch Rücksicht auf die soeben getroffenen Vereinbarungen nehmen - ein schwieriger Spagat. Jochen Moninger von der Welthungerhilfe schilderte anschließend die Situation von Flüchtlingen und Migranten. Der Unterschied: Flüchtlinge seien Menschen, die vor Terror und Gewalt fliehen und um ihr Leben fürchten. Wer es sich leisten kann, bezahlt Schlepper für den Weg nach Europa. Nur ein Bruchteil der weltweit rund 60 Millionen Flüchtlinge komme allerdings zu uns. Die allermeisten fliehen innerhalb ihres Herkunftslandes oder höchstens ins Nachbarland.


Spontane Spende

Neben den Flüchtlingen seien weltweit rund 250 Millionen Migranten unterwegs. Sie fliehen vor Hunger, Armut und Perspektivlosigkeit und immer öfter auch vor den Auswirkungen des Klimawandels. Jochen Moninger schilderte anschaulich, in welcher verzweifelten Lage sich diese Menschen befinden. Spontan spendete die Versammlung 380 Euro für die Welthungerhilfe.
Andreas Hänjes berichtete zum Schluss aus dem Kreistag: Ganz aktuell seien Erhalt und Umbau des Krankenhauses Höchstadt und die SPD-Initiative zu bezahlbarem Wohnen. red