Die Vorstandschaft des SPD-Unterbezirks Rhön-Haßberge schlägt die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar (Maßbach, Kreis Bad Kissingen) als Kandidatin für die Bundestagswahl im September 2017 vor. In einer Sitzung in Hammelburg erhielt die Abgeordnete das uneingeschränkte Vertrauen der Vorstandsmitglieder, wie die SPD mitteilte, und ist damit der offizielle Vorschlag für die Bundeswahlkreiskonferenz, die im Oktober in Ebelsbach stattfinden wird. Dittmar (52) tritt damit wie schon bei der vergangenen Bundestagswahl gegen die CSU-Mandatsträgerin Dorothee Bär aus Ebelsbach an.


Lob vom Vorsitzenden

Der SPD-Unterbezirksvorsitzende Matthias Kihn (Mellrichstadt, Kreis Rhön-Grabfeld) erläuterte, dass Sabine Dittmar bereits in ihrer Zeit als Landtagsabgeordnete von 2008 bis 2013 die Landkreise Bad Kissingen, Rhön-Grabfeld und Haßberge, die den SPD-Unterbezirk und den Bundestagswahlkreis bilden, hervorragend vertreten habe. "Dieses Engagement hat Sabine auch nach ihrem Wechsel in die Bundespolitik fortgeführt", lobte Kihn. Auch über den eigenen Wahlkreis hinaus sei die Gesundheitspolitikerin präsent und werde als Kümmerin und kompetente Ansprechpartnerin wahrgenommen. Vor ihrer Karriere als Politikerin war Sabine Dittmar als Ärztin tätig.
Einstimmig (ohne Gegenvotum oder Enthaltungen) und mit lang anhaltendem Applaus wurde beschlossen, Sabine Dittmar der Bundeswahlkreiskonferenz für die Direktkandidatur im Wahlkreis Bad Kissingen vorzuschlagen. Sabine Dittmar: "Die Arbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern der Haßberge, Rhön-Grabfelds und Bad Kissingens, im Bundestag und im Wahlkreis macht mir große Freude und ich habe noch viele Ideen, wie wir das Zusammenleben gerechter gestalten können - daran möchte ich gerne weiterhin für unsere Region in Berlin arbeiten!"
Die Bundeswahlkreiskonferenz der SPD für den Wahlkreis Bad Kissingen findet am Freitag, 14. Oktober, um 18 Uhr im Bürgersaal in Ebelsbach statt. Der Wahlkreis umfasst das Gebiet der drei Kreise Haßberge, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld.
Ist es Zufall, dass die Nominierungskonferenz für Sabine Dittmar in Ebelsbach geplant ist? Aus dem Ort kommt nämlich ihre stärkste politische Gegnerin, die Staatssekretärin im Berliner Bundesverkehrsministerium, Dorothee Bär (38).
Bär gehört dem Bundestag seit 2002 an. Damals war sie aufgrund des hohen CSU-Wahlergebnisses über die Parteiliste in das Parlament gewählt worden (ebenso wie 2005). 2009 und 2013 stellte sie die CSU in den drei Kreisverbänden Haßberge, Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen als ihre Direktkandidatin auf, und das Mandat hat sie bei diesen beiden Wahlen mit klarem Vorsprung erhalten. Bär gilt auch als Favoritin für die Wahl 2017. Die CSU hat die Ebelsbacherin bereits nominiert.


Seit 2013 in Berlin

Sabine Dittmar trat bei der Bundestagswahl 2013 erstmals für Berlin an. Sie bemühte sich als Direktkandidatin und Nachfolgerin von Susanne Kastner (Maroldsweisach) um das Mandat des Wahlkreises, verlor aber gegen Bär. Über die Liste schaffte Dittmar jedoch den Sprung in den Bundestag.
Andere Parteien haben ihre Bewerber für die Bundestagswahl teilweise auch schon nominiert. Die Grünen zum Beispiel schicken die 44 Jahre alte Juristin Manuela Rottmann aus Frankfurt/Main als Direktkandidatin im Wahlkreis Bad Kissingen ins Rennen. Sie hat auf diesem Weg aber so gut wie keine Chance. ks