Haßfurt — Der von der SPD seit Monaten geforderte Posten eines hauptamtlichen City-Managers stand im Mittelpunkt einer gemeinsamen Sitzung der Haßfurter SPD-Ortsvereine mit der SPD-Stadtratsfraktion im Sportheim des TSV Uchenhofen. Außerdem setzten sich, wie die Partei mitteilte, die Sozialdemokraten für eine Mischkalkulation bei den zu zahlenden Gebühren und Abschlägen für Investitionen in die Kläranlage ein.
Der Haßfurter Vorsitzende Stephan Schneider wies darauf hin, dass Bürgermeister Günther Werner (WG) offenbar plötzlich für den Posten eines City-Managers in der Stadt Haßfurt sei. "Das hat sich noch vor Kurzem ganz anders angehört", sagte er. "Da hieß es immer, Haßfurt sei zu klein für solch einen Posten." Die SPD dagegen mache sich schon seit Längerem dafür stark, das City-Management in professionelle Hände zu legen. "Wir haben schon vor fünf Monaten im Stadtrat einen Antrag eingebracht. Der ist aber leider im Sande verlaufen."
Angesichts der aktuellen Entwicklung zeige sich, dass die SPD mit ihren Plänen richtig liege. "Um die Geschäftswelt wirklich und nachhaltig zu unterstützen, brauchen wir in jedem Fall eine hauptamtliche Kraft", stellte Stephan Schneider noch einmal fest. "Wir werden im Stadtrat nicht lockerlassen, bis diese Idee endlich in die Tat umgesetzt wird."

Kostenfrage

Am Ball bleiben wollen die Sozialdemokraten auch bei ihrer Forderung, die Bürgerbeteiligung bei den notwendigen Investitionen an der Kläranlage in einer Mischkalkulation zu berechnen, sie also weder komplett über Gebühren noch ausschließlich über Beiträge zur Kasse zu bitten. "Die Bürger haben Angst vor hohen, in ihrem Budget nicht einkalkulierten Kosten", sagte der Augsfelder SPD-Vorsitzende Alexander Dürbeck. Es zeichne sich eine klare Tendenz für eine Mischkalkulation ab, in der sowohl ein Einmalbeitrag als auch eine Gebührenerhöhung eingerechnet werden. Beides in moderater Höhe. Ähnliche Forderungen seien auch bei der Jahresversammlung des Siedlervereins Haßfurt zu hören gewesen, berichtete Schneider. red