Sieben Franziskanerinnen, die einst am Obermain segensreich wirkten, wurden im Schwesterngrab neben der Pfarrkirche Mariä Geburt begraben. Allerdings hat der Zahn der Zeit im Laufe der Jahrzehnte deutliche Spuren hinterlassen. Der Gartenhobbyverein hat deshalb die schadhafte Jesus-Plastik am Kreuz auf eigene Kosten restaurieren lassen. Im Rahmen des Friedhofsgangs an Allerheiligen stellte Franziskaner-Pater Bonifaz das Kruzifix unter den Segen Gottes.
Der Geistliche bezeichnete das Kreuz als Zeichen des Sieges über den Tod. Er dankte für all das Gute, das die hier beigesetzten Ordensfrauen den Menschen getan hätten. "Die Holzfigur wies Risse auf, Finger waren abgebrochen, die Farben verblasst und die Dornenkrone war beschädigt", erzählt Gartenbau-Vorsitzender Norbert Kerling. Eine komplette Restaurierung des Korpus war unumgänglich. Mit den Arbeiten beauftragten die Gartenfreunde Lorenz Schubert. Eine Woche lang war der Baiersdorfer Hobbykünstler damit beschäftigt, die Plastik grundlegend zu erneuern. "Jetzt sieht sie aus wie neu", freut sich Kerling. Und damit Schäden künftig schnell beseitigt werden können, will Schubert die Jesus-Figur "im Auge behalten". Die Gemeinde Altenkunstadt hat das Schwesterngrab gerichtet, neu eingefasst und die hölzerne Gedenktafel saniert. Die eingeschnitzten Namen und Lebensdaten der Franziskanerinnen sind nun wieder gut lesbar. bkl