Kersbach — Auch heuer unterstützt der Forchheimer Rotary Club wieder die Rumänien-Hilfe "Maranatha - Hoffnung durch Hilfe". "Wir haben kaum Werbung für unsere Hilfstransporte gemacht. Trotzdem haben wir im Frühjahr und im Herbst einen 40-Tonner mit Hilfsgütern beladen können", freut sich Rotary-Präsident Otto Stirnweiß. Die Hilfsgüter - Kleidung, Werkzeug, Rollstühle, Spielsachen, Haushaltsgeräte - stammen alle von Mitgliedern des Rotary Club Forchheim, von Freunden, Bekannten und Geschäftspartnern. Rotary zahlt die Speditionskosten.
Mit auf Fahrt gingen Otto, Ria und Simon Stirnweiß, Inge Schürr und Lennert von Hintzenstern. "Wir wollen uns selbst ein Bild machen von den Lebensumständen der Menschen in Rumänien und die Hilfsgüter selbst verteilen", sagt Stirnweiß.
Auf der Rückfaght nehmen die Rotarier zwei Passagiere mehr mit, ein rumänisches Kind und seine Mutter. Das Kind muss sich dringend einer Operation im Klinikum unterziehen. Die Kosten hierfür übernehmen ebenfalls die Forchheimer Rotarier.
Obwohl Rumänien bereits im Jahr 2007 der Europäischen Union beigetreten ist und seit einigen Jahren einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, gilt das Land immer noch als das "Armenhaus" in Europa. Die Altersrenten, die oft monatlich 50 Euro nicht übersteigen, reichen nicht aus, um die Lebenshaltungskosten zu bestreiten, die fast genauso hoch sind wie in Deutschland. Der Verein Maranatha e.V. - Hoffnung durch Hilfe - mit Sitz in Hagenau, engagiert sich für die Ärmsten der Armen in Rumänien. Zur Zeit hilft die Mission mit ihrem rumänischen Zweig in einem Gebiet im Nordwesten des Landes, in der Umgebung der Stadt Carei eine 25 000 Einwohner-Stadt an der Grenze zu Ungarn.