von unserem Redaktionsmitglied 
Werner Reissaus

Lanzendorf — Mit dem Volksstück "Suche Mann für meine bessere Hälfte" hatte die Laienspielgruppe des Gartenbauvereins wieder einen Volltreffer gelandet. Eigentlich hatte man den Eindruck, als hätte die Autorin Beate Irmisch das Stück eigens für die Akteure auf der Bühne geschrieben, so treffend waren die Charakterrollen verteilt. Es passte alles: vom jungen Bauern, dem eingebildeten Kranken, bis hin zur rabiaten Gemeindeschwester Agathe, die nicht umsonst die Beinamen "Agathe, die Rabiate" trug.
In dem lustigen Volksstück dreht sich alles um den Jungbauern Max Prossel (André Mühlbauer), der zum Leidwesen seines Vaters und seiner jungen Frau ein ausgemachter Hypochonder ist. Er fühlt sich auch nicht mehr für die Schaffung des eigenen Nachwuchses geeignet, weil er eben "impossant" ist. Doch als er dann merkt, dass ihm sein Freund und Viehhändler Anton Reich (Klaus Roßner) sprichwörtlich im Werben um seine Ehefrau Rosa (Nadine Hartmann) die Hörner aufsetzt, wandelt sich das Blatt.
Unterstützt in seinen eingebildeten Leiden wird der Jungbauer von seiner Tante Irmine (Ute Schmitt), einer eingefleischten "Jungfer", die den Bauernbub aufgezogen und natürlich gehörig verzogen hat. Klaus Roßner ist als hinterhältiger Viehhändler ebenfalls für die Charakterrolle bestens geeignet.
Die große Frage ist: Wie heilt man einen eingebildeten Kranken. Da stößt selbst die rabiate Gemeindeschwester Agathe (Tanja Dupke) mit ihrem Latein an ihre Grenzen. Aber sie weiß sich in Zusammenarbeit mit dem Prossel-Bauern (Wolfgang Müller) zu helfen und sei beide hecken einen teuflischen Plan aus. Bei dem Zuchteber "Schorsch" stellt sie eine vernichtende Diagnose, und die münzt der Jungbauer Max auf sich selbst. Als er das vermeintliche Ende nahen sieht, will er seine Frau Rosa doch noch in guten Händen wissen. Und da drängt sich jetzt der Viehhändler auf, der sich allzu gern in das gemachte Nest setzen möchte. Wie das wohl ausgeht?