Voggendorf — Die mittelfränkische Freie-Wähler-Landtagsabgeordnete Gabi Schmidt aus dem Uehlfelder Ortsteil Voggendorf hat sich im Rahmen ihrer Vor-Ort-Gespräche über die Arbeit des Roten Kreuzes im Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim informiert. Das teilt ihr Büro mit.
Allgemein sei der Rettungsdienst im Landkreis mit sieben Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeugen und fünf Krankentransportwagen an fünf Standorten gut aufgestellt. Trotz der großen räumlichen Distanzen könne die vom Gesetzgeber vorgegebene Hilfsfrist von zwölf Minuten daher in der Regel eingehalten werden. Allerdings sei es immer schwieriger, Notärzte für die Tätigkeit zu finden: "Der allgemeine Ärztemangel im ländlichen Raum schlägt natürlich auch direkt auf den Rettungsdienst durch. Gleichzeitig steigt der Bedarf an notärztlicher Versorgung, da viele Hausarztpraxen in strukturschwachen Gegenden unbesetzt bleiben oder Kliniken geschlossen werden. Es darf aber nicht so weit kommen, dass der Notarzt den Hausarzt ersetzt. Wir müssen Ärzte, Rettungsdienste, Krankenkassen und Politik an einen Tisch bringen und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten suchen", stellt Gabi Schmidt nach dem Gespräch fest. Ein Gesamtkonzept sei notwendig, indem Notärzte auch bei Bereitschaft besser entlohnt, die Anzahl an Studienplätzen für Mediziner erhöht und attraktivere Anreize zur Ansiedlung von Ärzten auf dem Land geschaffen würden.

Neue Dienststelle entsteht

Weitere Themen waren unter anderem der Bau der neuen BRK-Dienststelle in Neustadt/Aisch, die gut vorankommt und deren Kosten auf 2,2 Millionen Euro beziffert werden. Sie wird die aktuelle Dienststelle am derzeitigen Standort ersetzen und technisch wie organisatorisch auf den neuesten Stand gebracht, wie BRK-Kreisgeschäftsführer Ralph Engelbrecht und Vorstandsvorsitzender Helmut Reiß berichteten.
Der neue Rettungsdienstleiter Spiros Sklawenas erläuterte die Ausstattung von Notarzt-Einsatzfahrzeugen. Bejahen konnte er zum Beispiel die Frage der Landtagsabgeordneten, ob alle Fahrzeuge über spezielle Säuglings-Geräte verfügen. Grundsätzlich sei die Ausstattung der BRK-Flotte sogar besser als der geforderte Standard und befinde sich weiter im Ausbau.
Schließlich wurden noch die Ansichten zur möglichen Etablierung einer Pflegekammer mit Pflichtmitgliedschaft ausgetauscht. Während die Politik sich hier noch in der Meinungsfindung befindet, spricht sich das Rote Kreuz aufgrund der drohenden Zusatzbürokratie klar gegen die Einführung des zusätzlichen Gremiums aus. red