von unserem Mitarbeiter Petra Malbrich

Geschwand — "Wir rechnen ihr hoch an, dass sie immer für uns Kinder da war und noch da ist." Zwei Töchter und drei Söhne haben Kunigunda und Siegfried Dresel, die an ihrer Diamantenen Hochzeit dieses schöne Lob hören.
Mit zehn Enkeln und elf Urenkeln ist immer Leben im Haus und die Feste reißen nicht ab, wie der Jubilar schmunzelnd meint. Er ist ein Allroundtalent, finden seine Töchter. Denn Siegfried Dresel, der mit fünf Geschwistern in Wolfsberg aufwuchs, lernte zunächst Schuhmacher in Lilling.
Mit dem Fahrrad musste er zur Schule nach Nürnberg fahren und wieder zurück. Da legte er in der Weißenoher Brauerei einen Zwischenstopp ein. "45 Pfennig hat ein Bier gekostet", erinnert sich Siegfried Dresel, der, so gestärkt den restlichen Heimweg antrat.

Auf dem Tanzboden hat's gefunkt

Nach der Ausbildung musste er sich einen neuen Beruf suchen. Beim Steinbruch in Hüttenbach lernte er dann Sprengmeister. Aber zu der Zeit hat er auf dem Geschwander Tanzboden bereits seine Kunigunda, eine geborene Arzt, kennengelernt.
Mit drei Geschwistern lebte sie in Geschwand. Nach den Tanzveranstaltungen lief er nach Wolfsberg zurück und stieß einmal sogar mit zwei entgegenkommenden Burschen zusammen, da man in dem dichten Schneegestöber die Hand vor den Augen nicht sah. An die früheren Jahre erinnert er sich gerne. 1954 heirateten Kunigunda und Siegfried. Der 80-jährige Jubilar änderte erneut seinen Beruf, stieg in den Stuckbetrieb Arzt des Schwagers mit ein.
Seine inzwischen 79-jährige Ehefrau kümmerte sich um das eigene Heim, das sie inzwischen gebaut hatten, arbeitete halbtags bei der Firma Eberle in Geschwand, widmete sich dem eigenen Garten und erzog liebevoll ihre Kinder.

Engagiert in vielen Vereinen

Während Siegfried Dresel, Mitglied und ehemaliger Kassier des FSV Geschwand, noch immer gerne zum Fußballplatz geht, auch den Fränkischen Schweiz Verein, die Feuerwehr und den Obstbauverein unterstützt, malt Kunigunda Dresel für den Fränksichen Schweiz Verein die Ostereier an und hilft beim Weihnachtsbasar.

Gelungenes Auf und Ab

Respekt, Vertrauen, aber auch Sorgen nennt der Jubilar die Zutaten für das lange Ehe- und Familienglück, für das gelungene Auf und Ab.
Dass sie noch einige Jahre in Gesundheit miteinander verbringen dürfen, ist der Wunsch des Ehepaars. Wünsche, die auch Landrat Hermann Ulm und Bürgermeister Markus Grüner aussprachen, als sie dem Jubelpaar zur seltenen Jubelhochzeit gratulierten.