Die Möglichkeiten und Wege, geflüchtete Menschen möglichst rasch in die Gesellschaft und insbesondere in den Arbeitsmarkt zu integrieren, erörterten die Mitglieder des Verwaltungsausschusses der Agentur für Arbeit Schweinfurt bei einer eigens zu diesem Thema anberaumten Sondersitzung. Der Verwaltungsausschuss ist das Selbstverwaltungsorgan der Agentur für Arbeit. Arbeitgeber, Arbeitnehmer und die öffentliche Hand sind mit jeweils vier Mitgliedern in diesem Gremium vertreten.
Neben der Arbeitsagentur selbst schilderten Mitarbeiter der Regierung von Unterfranken, des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, der Schweinfurter Erstaufnahmeeinrichtung, der Jobcenter Schweinfurt Stadt und Land und der Diakonie ihre Arbeit.
Thomas Stelzer, der Leiter der Agentur für Arbeit, stellte fest, dass bei aller Problematik die Bedingungen für die Integration der geflüchteten Menschen in der Region relativ günstig seien: "Wir haben einen stabilen Arbeits- und Ausbildungsmarkt, eine im Vergleich zu Ballungsräumen relativ entspannte Wohnungssituation und sind in der Arbeitsagentur und den Jobcentern räumlich und personell gut aufgestellt", erklärt Stelzer. "Unter den rund 1000 Flüchtlingen, die inzwischen betreut werden", so Stelzer weiter, "gibt es immer mehr gute Beispiele, welche Hoffnung machen."


Nicht zu Lasten Einheimischer

Dass für die Vorbereitung der Menschen auf den deutschen Arbeitsmarkt auch erhebliche finanzielle Aufwendungen notwendig sein werden, sei außer Frage, bestätigte der Agenturleiter, stellte aber klar: "Dies beeinflusst nicht die Förderung unserer einheimischen Arbeitnehmer durch die Agentur für Arbeit, wir nehmen hier sogar etwas mehr Geld in die Hand als im Vorjahr. Für die Geflüchteten stehen zusätzliche Finanzmittel bereit, unabhängig von den bisher für Bildungsmaßnahmen verplanten Beträgen." red