von unserer Mitarbeiterin 
Alexandra Kemnitzer

Trübenbach — Mit einem Festwochenende feierten die Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Trübenbach das 50-jährige Bestehen ihres Vereins und gedachten des Ende März verstorbenen langjährigen Vorsitzenden Gerhard Gründling. Von der Gründung bis zu den Wahlen in diesem Jahr hatte der Verstorbene den Verein geprägt. Er war Gründervater, die Seele, der Motor sowie die Identifikations- und Gallionsfigur des Vereins.
Vorsitzender Daniel Suffa ließ in seinem Rückblick die Highlights aus den fünf Jahrzehnten Revue passieren. Am 7. Mai 1964 wurde der Verein im Beisein des damaligen Bürgermeisters Albert Schubert und des Kreisgartenfachberaters Carl-Friedrich Conze gegründet.

Viele Oasen geschaffen

Musikalisch umrahmte der Gesangverein "Liederkranz" den Kommers. Im Nebenraum führten eine Bilderausstellung und die Chronik in die Geschichte des Vereins. Namens des Bezirksverbandes gratulierte Carl-Friedrich Conze. Kreisvorsitzender Landrat Michael Busch (SPD) zeichnete den rasanten Aufschwung des Jubiläumsvereins nach. Schon 1969 wurde unter der großen Anteilnahme der Trübenbacher und des Gesangvereins eine Bayern-Linde gepflanzt. "Wenn man bedenkt, dass von den 300 Einwohnern Trübenbachs allein 70 dem OGV angehören, so kann der Verein darauf wirklich stolz sein."
Auch Busch erinnerte an Gerhard Gründling, der wohl der Dienstälteste Vereinsvorsitzende im Landkreis war. Einen großen Anteil hatte der Verstorbene am "Gesicht" des Dorfes, das viele grüne "Oasen" hat. Gruppenvorsitzender Gerold Schlosser freute sich, dass die erfolgreiche Vereinsarbeit von einem jungen Vorstandsteam weiter geführt wird.
Schirmherr Bürgermeister Markus Mönch erinnerte daran, dass sich im Gründungsjahr des Vereins die Ziele der Obst- und Gartenbauvereine gerade neu definierten. In den fünf Jahrzehnten habe sich der OGV zu einer festen Größe der Dorfgemeinschaft in Trübenbach entwickelt. "Der OGV hat es durch sein vielfältiges Angebot verstanden, das Interesse seiner Mitglieder wach zu halten." Immer wieder würden Mitglieder ihr Wissen anderen vermitteln, was eine Stärke des Vereins sei.
Als Besonderheit bezeichnete es Mönch, dass der OGV Trübenbach seit der Gründung nur von zwei Vorsitzenden geführt wurde. 18219 Tage war Gerhard Gründling im Amt, seit 77 Tagen sein Nachfolger Daniel Suffa. "Mit seiner einzigartigen Art, seinem Wirken und seinem Humor hat Gerhard Gründling den Verein geführt. Er hat auch der Dorfgemeinschaft und Trübenbach einen Stempel aufgedrückt, welcher einen bleibenden Abdruck hinterlässt", betonte Markus Mönch.
Postum wurde das Lebenswerk von Gerhard Gründling mit mehreren Auszeichnungen gewürdigt, die seine Frau Inge und seine Tochter Ingrid Fojer in Empfang nahmen. Der Rastplatz am Nonnenbrunnen wird nach Gründling benannt. Das entsprechende Holzschild überreichte der Bürgermeister. Das beispielhafte Wirken des Verstorbenen würdigte der Landesverband mit der Ehrennadel am Bande. Für die Förderung der Gartenkultur, der Heimatpflege und des Naturschutzes würdigte auch der Bezirksverband die Arbeit von Gerhard Gründling mit der goldenen Medaille, die höchst selten vergeben wird.
Auch die Trübenbacher Ortsvereine und Nachbarvereine waren beim Jubiläumskommers mit Abordnungen vertreten.