von unserem Mitarbeiter  Horst Lange

Priesendorf — Für das im Oktober verstorbene Gemeinderatsmitglied Hans-Jürgen Probst (SPD) rückte Beate Lang nach. Sie wurde zu Beginn der Sitzung von Bürgermeisterin Maria Beck (CSU) vereidigt und wurde auch den entsprechenden Ausschüssen zugeteilt.
Nach dem Motto "Sicher durch den Herbst und Winter" diskutierte der Gemeinderat weiter die Anschaffung eines Geschwindigkeitsmessgerätes, das die Autofahrer davon abhalten soll, allzu schnell durch Priesendorf zu fahren. Es gäbe, so die Bürgermeisterin, in der Gemeinde mehrere Örtlichkeiten, wo die zugelassene Geschwindigkeit oftmals erheblich überschritten werde, besonders in den ausgewiesenen 30 km/h-Zonen.
Aus praktischen Gründen wurde darauf verzichtet, gemeinsam mit anderen VG-Mitgliedern ein solches Gerät anzuschaffen. Der Gemeinderat war am Ende einstimmig für die Anschaffung eines solchen Geschwindigkeitsmessgerätes, das auch ausgelesen werden kann. Das Gerät beinhaltet einen Blinker, der bei überhöhter Geschwindigkeit die Autofahrer auf ihr Fehlverhalten hinweist und ein Smiley, das korrektes Fahren anzeigt. Die Kosten betragen rund 2600 Euro.


Grünes Licht für neuen Weg

Der Ausbau eines Rad- und Fußweges auf der Strecke von Neuhausen nach Trabelsdorf ist seit vielen Jahren ein Anliegen der Gemeinde Priesendorf. Nun informierte die Bürgermeisterin über das Ergebnis der FFW-Verträglichkeitsprüfung. Diese ergab, dass mit dem Bau keine gravierenden Einschränkungen in die Natur zu erwarten seien und auch keine Ausgleichsflächen geschaffen werden müssten. Nicht zulässig sei im Winter aber Salzstreuung auf dem 400 Meter langen Ausbaustück. Gefördert wird die Maßnahme mit 55 Prozent vom Amt für ländliche Entwicklung (ALE), die Gesamtkosten betragen einschließlich der Planungskosten etwa 112 000 Euro. Eine eventuelle Beleuchtung der Strecke würde noch einmal mit 15 000 Euro zu Buche schlagen, für einen Breitbandausbau sollen Leerrohre eingebracht werden. Der Gemeinderat stimmte dem Bau des Rad- und Gehweges einstimmig zu, für die Beleuchtung soll zwar ein Angebot mit eingeholt werden, die Ausführung jedoch noch zurückgestellt werden.
Skepsis herrschte im Gemeinderat bei der Diskussion über die geplante Anschaffung einer Elektromobil-Ladesäule. Diese solle, so Maria Beck, bis zu 6500 Euro kosten. Zwar würde der Landkreis einen Zuschuss von 2500 Euro gewähren, jedoch erhielte Priesendorf nicht wie fast alle anderen Gemeinden des Landkreises Mittel aus der Städtbauförderung, die noch einmal 30 Prozent betrügen, sodass die Gemeinde auf 4000 Euro sitzen bliebe. Die Bürgermeisterin stellte schließlich den Antrag, der Anschaffung einer solchen Ladesäule zuzustimmen, sofern eine Gleichstellung mit anderen Gemeinden erfolge. Der Gemeinderat entschied sich aber mit 7:5 Stimmen gegen die Aufstellung einer Ladesäule.
Außerdem teilte Beck mit, dass die alte Scheune am Friedhof abgerissen werden soll, um weitere Parkplätze zu schaffen. Mit 9:3 Stimmen war der Gemeinderat für die Auftragsvergabe an die mindestbietende Firma.
Dringend notwendig ist auch eine energetische Sanierung des Schulturnhalle. Hier will die Gemeinde einen Antrag auf Bezuschussung durch das Konjunkturprogramm des Bundes stellen, informierte die Bürgermeisterin.


Zustellungen kommen nicht an

Die unzuverlässige Postzustellung durch private Anbieter monierte Zweiter Bürgermeister Hans-Peter Prämaßing (CSU), hier würden Postsendungen oft nicht an der richtigen Adresse eingeworfen und erreichten erst auf Umwegen den Adressaten. Er forderte die Betroffenen auf, sich bei dem Privatanbieter oder auch den Absendern zu beschweren.