Neudrossenfeld — 40 Jahre im öffentlichen Dienst zu sein ist nicht ungewöhnlich, davon aber 36 Jahre bei einer Gemeinde ist rekordverdächtig: Rainer Schimpf gehört seit 1978 zur Kommune Neudrossenfeld mit ihren fast 4000 Einwohnern - und ist als geschäftsführender Beamter eine Institution.
Nach Abitur und Studium an der Beamtenfachhochschule Hof hat der eloquente, arbeitsbesessene Verwaltungsleiter die Gemeinde ein Stück vorangebracht, Neudrossenfeld durch seine Ideen und Kreativität ein Gesicht gegeben. Ob juristisch, architektonisch oder planerisch, Schimpf bewies seine Fähigkeiten auf vielen Gebieten. Er "diente" bisher unter vier Bürgermeistern, gab aber oft die Richtung vor, man konnte sich auf ihn verlassen.
Die unter seiner Regie entstandenen Maßnahmen kann man gar nicht mehr zählen, sie reichen von der Einführung der EDV, der Revitalisierung des Schlosses und der Schaffung zahlreicher neuer Baugebiete bis hin zu mehr Umweltbewusstsein für Projekte.
Mit seine größte Leistung: Die voll funktionierende, moderne Anlage Rotmaintal zur Beseitigung des Abwassers, deren Zweckverband er als Geschäftsführer leitet und in die bisher mehr als 30 Millionen Euro investiert wurden.
Rainer Schimpf hatte Visionen, die fast immer zum Ziel führten. Die ihm eigene Dickköpfigkeit und taktische Raffinesse wertete Bürgermeister Harald Hübner bei der Übergabe der Urkunde als hilfreich, "Schimpf zeichnet innovatives Denken und Fortschritt aus, er ist ein Glücksfall für die Gemeinde". Horst Wunner