von unserem Redaktionsmitglied 
klaus schmitt

Ebelsbach — In der Nacht zum Freitag hat ein Räuber eine Tankstelle in Ebelsbach überfallen. Mit einem Messer drohend, erbeutete der Unbekannte, wie die Polizei berichtete, einen dreistelligen Bargeldbetrag. Eine Großfahndung der Polizei verlief bislang ergebnislos. Die Kripo Schweinfurt führt die weiteren Ermittlungen und hofft jetzt auch auf Zeugenhinweise.
Kurz nach 3 Uhr hatte der Täter laut Polizeiangaben die Tankstelle in der Bahnhofstraße (neben dem Kreisverkehr) betreten. Zu diesem Zeitpunkt war ein Kassierer alleine in dem Gebäude. Mit einem Messer bedrohte der Eindringling den Angestellten und forderte Bargeld aus der Kasse. Der Angestellte übergab ihm mehrere Geldscheine, die der Täter in einer Tüte verstaute.

Flucht in Richtung Bahnhof

Nach der Tat flüchtete der Unbekannte zu Fuß in Richtung Bahnhof. Der Kassierer blieb unverletzt. Er ist aber geschockt, schilderte die Tankstellenpächterin unserer Zeitung.
Nach der Mitteilung an die Polizei leitete die Haßfurter Inspektion sofort eine Großfahndung ein, in die auch Streifenbesatzungen aus Schweinfurt und dem Bamberger Bereich eingebunden waren. In diesem Zuge richteten die Fahndungskräfte Standkontrollen rund um Ebelsbach ein, um alle Fahrzeuge zu überprüfen. Von dem Täter fehlt aber bislang jede Spur.
Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat noch in der Nacht die Ermittlungen übernommen. Es werden jetzt dringend Zeugen gesucht, die den Täter gesehen haben oder Angaben über dessen Identität machen können. Hinweise werden von der Kripo Schweinfurt unter Telefonnummer 09721/2021731 erbeten.
Folgende Beschreibung des Unbekannten liegt vor: Er ist etwa 25 Jahre alt, 175 bis 180 Zentimeter groß, hat eine schlanke Statur und spricht fränkischen Dialekt. Er war bekleidet mit einer schwarzen Jogginghose sowie einer markanten schwarzen Jacke, die im Bauch-, Schulter- und Armbereich mit grünblau-weißen-grauen Streifen farblich abgesetzt war. Ferner trug er einen weinroten Strickschal um den Kopf und eine Sonnenbrille.
Es ist bereits der dritte Überfall auf die Tankstelle in Ebelsbach. Der letzte passierte im August des vergangenen Jahres.

Nachts verschlossen

Seither hat die Tankstelle, wie die Pächterin unserer Zeitung schilderte, die Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Beispielsweise werden die Angestellten angehalten, die Türe nachts verschlossen zu lassen. Trotzdem gelang es dem Täter, in die Räume zu kommen und den Angestellten zu bedrohen und auszurauben. Es werden jetzt möglicherweise weitere Überlegungen angestellt, um die Sicherheit zu erhöhen. "Für die Mitarbeiter wird das Menschenmögliche getan", versichert die Pächterin. Ihr geht es um ihre Kollegen, sagt die Frau. Denn mit jedem Überfall wachse die Verunsicherung. Die Beute, die der Täter macht, ist das geringere Übel. Denn die ist versichert.