Eine Bauvoranfrage sorgte für Diskussionen bei der Marktgemeinderatssitzung. So will Thomas Egerer in der Gartenstraße in Steinach eine Schreinerei in der bestehenden Maschinenhalle einbauen sowie einen Anbau errichten. Tatjana Schmitt aus der Verwaltung erläuterte, dass das betroffene Gebiet ein Mischgebiet sei. "Lediglich nicht störendes Gewerbe darf sich dort niederlassen", betonte die Verwaltungsangestellte. Aus planungsrechtlicher Sicht könne diese Anfrage nicht positiv beschieden werden. Ebenso würden geforderte Abstände nicht eingehalten.


Pro Antrag

Norbert Borst (CSU) äußerte, dass er hier keine Bedenken habe, die Bauvoranfrage positiv zu bescheiden. Auch andere Schreiner hätten neben ihrem Betrieb Wohnhäuser. Zweiter Bürgermeister Andreas Sandwall (CSU) erklärte, dass dies verwaltungsrechtlich zwei paar Stiefel seien. Zum einen seien diese alteingesessen, zum anderen stehe in Steinach der Kindergarten in der Nähe, welcher sich gestört fühlen könnte. "Es ist gut, wenn sich dort Gewerbe ansiedelt", erklärte Holger Tillmann (CSU). "Wir sollten uns auf die Hinterfüße stellen, dass hier wieder ein Betrieb hinkommt", pflichtete ihm Volker Stahl (FCW) bei. Dass der Antrag schon einmal gestellt worden war, dann aber von Egerer zurückgezogen wurde, gab Andreas Hahn (FCW) zu bedenken. An der Sachlage habe sich nichts geändert, die Frage sei, warum die Bauvoranfrage jetzt noch einmal gestellt werde. "Wir können letztlich nicht entscheiden, ob der Einbau der Schreinerei genehmigt wird. Das Landratsamt wird prüfen, ob die Emissionsrichtlinien eingehalten werden", sagte Uto Paul Schmitt (FCW). "Wir können hier aber ein Zeichen setzen", gab Berthold Hümpfer (CSU) zu bedenken. "Ich denke auch, dass der Lärm auszuhalten sein wird, der von der Schreinerei ausgeht", erklärte Hahn. Mit großer Mehrheit wurde das gemeindliche Einvernehmen für die Voranfrage erteilt. Das Landratsamt wird nun prüfen müssen, ob der Emissionsschutz eingehalten wird. Auch ging es um die Genehmigung von überplanmäßigen Ausgaben für die TV-Untersuchung des Mischwasserkanals und der Hausanschlüsse in der Von-Henneberg-Straße in Aschach.


TV-Untersuchung vergebenzt

Für die Erneuerung der Von-Henneberg-Straße wird im Zuge der notwendigen Planungen zunächst eine TV-Untersuchung des Mischwasserkanals und der Hausanschlüsse durchgeführt, um den baulichen Zustand und gegebenenfalls erforderlichen Sanierungs- und Erneuerungsbedarf festzustellen.
Von den angeschriebenen fünf Firmen war "Barthel-Umweltdienste" aus Poppenlauer mit einer Angebotssumme von rund 13 000 Euro brutto der günstigste Bewerber. Die Räte stimmten zu, dass die Firma mit den Maßnahmen betraut wird.
Einen Bauantrag stellte Sabina Burger. Sie will in der Kreuzbergstraße in Steinach ein bestehendes Wohnhaus abreißen und einen Carport neu bauen. Dies wurde einstimmig genehmigt.
Nachträglich auf die Tagesordnung wurde ein Antrag auf isolierte Befreiung gebracht. Gertrud Humbek will in der Rosenstraße in Bad Bocklet einen Carport errichten. Dem stimmte der Gemeinderat unisono zu.