von unserem Mitarbeiter  Dieter Grams

Walsdorf — Bürgermeister Heinrich Faatz (CSU) informierte das Gremium über einen Antrag des Grafen zu Castell-Castell, der die Gemeinde über das Amt für Landwirtschaft und Forsten erreicht hat. Der Antragsteller beabsichtigt, drei Flächen aufzuforsten, die innerhalb der Gemarkung Walsdorf liegen. Ein Teil dieser Flächen gelangte im Zug der Flurbereinigung Kolmsdorf/Feigendorf in den Besitz der Familie Castell-Castell. Das Flurbereinigungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Der Gemeinderat steht einer Aufforstung grundsätzlich positiv gegenüber, die auf zweien der drei Flurstücke auch ohne weiteres möglich wäre. Der Flächennutzungsplan der Gemeinde sieht hier eine Aufforstung ausdrücklich vor. Das dritte Teilstück ist allerdings als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen.
Eine Zustimmung des Gremiums sollte auf jeden Fall mit einer planerischen Änderung der Flächennutzung einhergehen, dies zu Lasten des Antragstellers, meinte Geschäftsleiter Andreas Geck. Nach Abschluss der Flurbereinigung werde es einen neuen Nutzungsplan geben. Jedwede Änderung zum bestehenden Plan müsste dann die Gemeinde bezahlen. "Und das ist eine kostspielige Angelegenheit", so Geck. Im Übrigen müsse auch die Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung dem Antrag noch zustimmen.

Nicht vor dem Herbst

Der Fachbehörde wird nunmehr mitgeteilt, dass eine abschließende Bearbeitung des Antrages innerhalb der dafür vorgeschriebenen Frist von vier Wochen nicht möglich ist. Eine Terminnot gäbe es gleichwohl nicht, da die Aufforstung erst im Herbst beginnen soll.
Bereits im Juli will die Telekom im Ortsteil Kolmsdorf unterirdisch ein neues Kabel verlegen, um das Baugebiet Mainleite zu erschließen. Dazu sei es notwendig, die Straße aufzureißen, was zu Beeinträchtigungen der Anlieger führt. Die daraus resultierenden Maßnahmen, wie zum Beispiel eine befristete Sperrung der Straße und Umleitungswege, stehen noch nicht fest. Ein Leerrohr hat die Telekom in dem neuen Schacht nicht vorgesehen. Faatz plädierte jedoch dafür ein Leerrohr einzubringen, auch wenn dies auf Kosten der Gemeinde geschehen müsse. "Irgendwann, und lange dauert das nicht mehr, muss auch in Kolmsdorf eine schnelle Internetanbindung nachgerüstet werden."
Der Gemeinderat schloss sich diesem Vorschlag an. Der Bauausschuss wird beauftragt, die Bereiche für das zu verlegende Leerrohr zu bestimmen. Das Gremium legte außerdem Wert darauf, dass durch die Bauarbeiten die ebenfalls im Juli stattfindende Kolmsdorfer Kerwa nicht beeinträchtigt wird.