Die Abwasserproblematik belastet die Gemeinde Lauter seit vielen Jahren. Die Kläranlage ist in die Jahre gekommen und im Finanzplan der nächsten Jahre stehen horrende Summen, um einen Neubau in Angriff nehmen zu können. Um die gerade noch funktionierende Kläranlage in Appendorf zu entlasten, beschäftigte sich der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung mit der Mischwasserbehandlung.


Bei starkem Regen überlastet

Da in Lauter Regenwasser und Schmutzwasser in einem Mischsystem gemeinsam der Kläranlage zugeführt werden und diese dann vor allem bei starken Regenfällen überlastet ist und nicht mehr wie gewünscht die Abwässer klären kann, soll zur vorläufigen Lösung ein Mischwasserbehälter-Bauwerk erstellt werden. In der Gemeinderatssitzung informierte Hugo Barthel vom Büro Pro Terra aus Knetzgau über die Funktion eines solchen Bauwerkes, das in den Ausmaßen von acht mal fünf Meter unterhalb des Bauhofes entstehen könnte. Im Wesentlichen besteht solch ein Mischwasserbauwerk aus einem Drosselschacht, einem Stauvolumen von 265 Kubikmetern und einem Notüberlauf. Damit könne bei starken Regenfällen mit der Abflussdrosselung der Zulauf zur Kläranlage auf 19 Liter in der Sekunde beschränkt werden. Um bei einem Hochwasser der Lauter die Häuser im Einzugsgebiet vor Überschwemmungen zu schützen, müssten diese auf jeden Fall mit Rückstauklappen geschützt werden.
Diese "kleine Lösung" würde die Gemeinde 255 000 Euro kosten, sei aber nach den Auflagen des Wasserwirtschaftsamtes notwendig. Der Gemeinderat stimmte der Planung mit 11:1 Stimmen zu, die Bauzeit könnte vom Oktober 2017 bis März 2018 dauern.


E-Mobil steht zur Verfügung

In seinem Kurzbericht informierte Bürgermeister Armin Postler (CSU) den Gemeinderat, dass die Verwaltungsgemeinschaft Baunach seit Ende April über ein Elektromobil verfüge und dieses auch von Privatpersonen gemietet werden könne.