Andreas Lösch

Das Radwegenetz im Kreis Haßberge soll kontinuierlich ausgebaut werden, unter anderem, um im Bereich Tourismus punkten zu können. Damit das vorangeht, hat der Kreistag des Landkreises im Jahr 2008 ein eigenes Förderprogramm für Radwege beschlossen, über das Kommunen beim Ausbau der Wege bezuschusst werden sollen.
Gestern beschloss der Kreisbauausschuss einstimmig bei seiner Sitzung im Umweltbildungszentrum Oberschleichach, dem Kreistag zu empfehlen, die geplante Radwegverbindung zwischen Haßfurt und Kleinsteinach in dieses Förderprogramm aufzunehmen. Es soll zudem in der "Stufe 1" eingeordnet werden, was die höchstmögliche Förderquote bedeutet: Das sind 20 Prozent der zuwendungsfähigen Gesamtkosten bei - wie in diesem Fall - gebietsübergreifenden Radwegen. Wie hoch die Kosten für den rund neun Kilometer langen Radweg zwischen Haßfurt und Kleinsteinach sein werden, kann das Landratsamt noch nicht abschätzen, da sich das gesamte Projekt noch in der Vorbereitungs- und Planungsphase befindet.
Möglich wird die Förderung, weil andere in das Programm aufgenommene Radwege wieder aus dem kreiseigenen Fördertopf herausfallen. Nicht, weil sie nicht mehr unterstützt werden sollen, sondern weil von anderer Stelle Geld dafür reinkommt: Der Radwegebau der Strecken Breitbrunn und Goggelgereuth sowie Goßmannsdorf bis kurz vor Ibind sowie Eltmann und Trossenfurt wird nun aus Fördertöpfen des Freistaats Bayern oder des Bundes finanziert. Aufgrund der Übernahme dieser Radwege würden die kreiseigenen Mittel nicht mehr benötigt, "so dass nun andere Verbindungen vorangebracht werden sollen", teilt die Tiefbauverwaltung im Landratsamt mit.