Gehülz/Ziegelerden — Ein Fußballtraining, das sie wohl nicht so schnell vergessen werden, bot sich vier jungen Fußballern aus Gehülz und Ziegelerden in Heimstetten bei München. Da nahmen sie an einem Fußball-Camp teil, das in Kooperation mit der Fußballschule von Michael Rummenigge durchgeführt wurde.
Gemeinsam mit ihrem Trainer Markus Ebert machten sich Tim Ebert und Samuel Reich vom FC Gehülz sowie Niclas Friedlein und Jonathan Hauck vom FSV Ziegelerden auf den Weg Richtung Landeshauptstadt. Im Sportpark Heimstetten angekommen, wurden die Jungs sofort mit dem passenden Equipment ausgestattet.
Michael Rummenigge selbst begrüßte gemeinsam mit seinem Trainerstab alle jungen Fußballer. Mit offenem Mund lauschten die Kinder den Erfolgen des ehemaligen Bundesliga- und Nationalspielers. Michael Rummenigge, der Bruder von Bayern-Boss Karl-Heinz, erzielte für den FC Bayern München in 152 Spielen 44 Tore und für Borussia Dortmund in 157 Spielen 36 Treffer.
In seiner Fußballschule setzt Michael Rummenigge auf Qualität. Professionell ausgebildete Fußball-Lehrer und A-Lizenz- Inhaber zeigten den Nachwuchsspielern die korrekte Technik und den perfekten Umgang mit dem Ball. In kleinen Gruppen begann das intensive Koordinations-, Pass- und Dribbeltraining. Während der Pausen waren die Jungs meistens in der Mini-Soccer-Halle zu finden. In diesem im Durchmesser fünf Meter großen käfigartigen Aufbau lieferten sich die Kids harte Duelle, bei denen weder der Ball noch der Beine eine Sekunde lang ruhten.
Nach dem zweiten Training konnten die Spieler ein Fußballabzeichen ablegen. Hierbei kam so mancher "Dribbelmeister", "Flankengott" oder "Kurzpasskönig" ans Licht. Danach musste sich Michael Rummenigge jedoch schon verabschieden, da er am Abend das Champions-League-Finale im Radio moderieren sollte.

Samuel holt den "WM-Titel"

Der Sonntagvormittag stand ganz im Zeichen der Fußballweltmeisterschaft. In zusammengewürfelten Ländermannschaften zeigten die Jungs spannende Spiele, in denen sie schon die eine oder andere gelernte Technik umsetzen konnten. Jonathan Hauck und Samuel Reich erreichten in ihrer Altersgruppe das Finale. Samuel holte mit seinem "Deutschland-Team" sogar den verdienten WM-Titel. Jonathan musste sich mit seinem "Italien-Team" in einem hart umkämpften Endspiel geschlagen geben. Alle Spieler sollten nun bestens auf die kommende Fußball-WM ihrer großen Vorbilder eingestimmt sein.
Für alle war das Wochenende wieder einmal der beste Beweis dafür, dass Fußball über Vereinsgrenzen hinaus funktionieren kann, sobald der Spaß am Sport im Mittelpunkt steht und die individuellen Fördermöglichkeiten gesehen werden. mh