von unserer Mitarbeiterin heike schülein

Teuschnitz — Laut Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU) verfügt die Teuschnitzer Schule schon seit geraumer Zeit über keine Schülerlotsen mehr. Diese Aufgabe hätten vor dem Wegfall der Hauptschule die Hauptschüler ausgeübt. "Wir haben mehrmals im Mitteilungsblatt Eltern und Großeltern gebeten, sich dafür zur Verfügung zu stellen. Ich habe auch einige Personen selbst angesprochen. Auch in Elternbriefen hat die Schulleitung mehrmals darauf aufmerksam gemacht - leider alles ohne Erfolg", bedauerte sie in der Sitzung des Schulverbands.
Nunmehr habe man ein Schreiben vom Landratsamt erhalten. Da keine Schülerlotsen mehr beim Verkehrshelferübergang ein sicheres Überqueren der Straße ermöglichten, müsse nun der Verkehrshelferübergang - also die Markierungen auf der Straße und das Schülerlotsenschild - entfernt werden. Dies werde veranlasst, um Kinder, die sich zu sehr auf den Verkehrshelferübergang verlassen und dadurch vielleicht unvorsichtig beim Überqueren der Straße würden, vor gefährlichen Situationen zu schützen. Die Genehmigung eines Fußgängerüberwegs, was man in der Vergangenheit schon mehrmals versuchte habe, sei - so Weber - aufgrund der vorhandenen örtlichen Gegebenheiten chancenlos. "Ich bedaure den Wegfall sehr. Wir müssen das aber einfach zur Kenntnis nehmen", machte Weber klar. In dieser Angelegenheit wird man nun Rücksprache mit der Schulleitung halten, damit an der Schule mit den Schülern über die verkehrssichersten Schulwege gesprochen wird. Zudem will man veranlassen, dass ein Warnschild "Vorsicht Kinder" aufgestellt wird.

Bürgerinitiative gegründet

Susanne Daum erkundigte sich nach dem neusten Sachstand bezüglich des Hartplatzes der Schulsportanlage. Im Zuge des Arnikaprojekts soll ein Kräutergarten angelegt werden, wofür der Hartplatz mit verwendet werden soll. Für den Erhalt des Hartplatzes hatte sich mittlerweile eine Bürgerinitiative unter Federführung ihres Sprechers, Stadtrat Harald Fehn (SPD), gegründet.
Die Initiative fordert die Stadt auf, einen Alternativvorschlag bezüglich der Sportanlage vorzulegen. "Die Angelegenheit muss erst im Stadtrat besprochen werden", erklärte die Bürgermeisterin. Laut der Schule werde der Hartplatz nicht gebraucht. Deshalb habe man damals im Rahmen der Sanierung auch ausdrücklich den Hartplatz nicht mit saniert, da dies Zigtausende gekostet hätte. "Warum soll er jetzt unbedingt gebraucht werden?", wunderte sich Weber. Wenn man den rund 40 Jahre alten Platz behalten wolle, müsse er saniert werden. Eine geförderte Sanierung mit diesen Kinderzahlen sei aber unmöglich.
"Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Jugendliche einen Treffpunkt brauchen. Das muss aber nicht unbedingt eine Sportstätte sein", ergänzte Klinger. Man habe genug damit zu tun, das Gebäude selbst zu halten. In seiner Schulzeit sei der Hartplatz funkelnagelneu gewesen; trotzdem sei man in seinen Schuljahren keine drei Mal auf dem Platz gewesen. "Niemand würde den Hartplatz vermissen", zeigte sich auch die Elternbeiratsvorsitzende sicher. Wie die Bürgermeisterin ausführte, gehe es dabei auch um den Erhalt des Schwimmbades. "Die Sanierung des Schwimmbads für jetzt noch 60 Kinder - Das können wir uns abschminken", verdeutlichte sie. Man versuche daher, die Sanierung in das Arnikaprojekt mit zu integrieren und auf diesem Wege Fördergelder zu erhalten. Hierfür müsse man aber die weiteren Planungen abwarten. Angeregt wurde ein Workshop, in dem die neuen Jugendbeauftragten die Jugendlichen der Gemeinde einladen und gemeinsam deren Vorstellungen abklären.
Karin Ritter forderte eine kritische Überprüfung der Gebührensätze für nichtschulische Veranstaltungen in der Turnhalle. "In Reichenbach müssen die Veranstalter viel Geld bezahlen, um die ehemalige Turnhalle nutzen zu dürfen. Wir sollten für Teuschnitz einen festen Gebührensatz machen und zwar baldmöglichst", appellierte sie.

Die Schulverbandsmitglieder

Sogenannte geborene Mitglieder sind die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden. Gemeinden, aus denen mehr als 50 Schüler die Schule besuchen, entsenden weiter bis einschließlich 100 Schüler einen weiteren Vertreter und für jedes angefangene Hundert Schüler einen weiteren Vertreter. Deswegen hat Teuschnitz zwei Mitglieder. Die Schulverbandsversammlung besteht demzufolge aus vier Mitgliedern.
Neu dabei ist Susanne Daum (CSU/FWG - Stellvertreter Markus Wachter, CSU/FWG) aus Teuschnitz. Weiter zum Schulverband gehören Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU - Stellvertreter Zweiter Bürgermeister Stephanus Neubauer, CSU/FWG) aus Teuschnitz, Bürgermeisterin Karin Ritter (SPD - Stellvertreter Zweiter Bürgermeister Rudolf Neubauer, CSU) aus Reichenbach sowie Bürgermeister Peter Klinger (CSU - Stellvertreter Zweiter Bürgermeister Michael Hader, AfT) aus Tschirn. Für die Wahl der Schulverbandsvorsitzenden schlug Peter Klinger Gabriele Weber vor, die mit drei Stimmen wiedergewählt wurde. Klinger tritt die Nachfolge von Franz Tautz als stellvertretender Vorsitzender an. Dem Rechnungsprüfungsausschuss gehören Susanne Daum, Karin Ritter sowie Werner Neubauer (CSU/FWG), der auch zum Vorsitzenden des Ausschusses bestellt wurde, an.