Der Schulstandort Priesendorf - Lisberg - Trabelsdorf steht auf dem Prüfstand. Als dringlicher Punkt wurde dieses Thema in die Tagesordnung der Gemeinderatsitzung in Priesendorf aufgenommen.
Bürgermeisterin Maria Beck (CSU) informierte über die Schulverbandssitzung von Ende Mai, in der von einer starken Abwanderung der Mittelschüler nach Burgebrach berichtet worden sei. Deshalb könnten im Schulverband Priesendorf - Lisberg - Walsdorf ab dem neuen Schuljahr nur noch zwei Mittelschulklassen unterrichtet werden.
Zugleich informierte die Bürgermeisterin vom Beschluss des Gemeinderates Lisberg, wonach ab dem nächsten Schuljahr ein Hort im Grundschulverband Priesendorf - Lisberg und ab dem Schuljahr 2017/18 ein bilinguales Konzept angeboten werden soll. Als beste Lösung sah Maria Beck die Schaffung einer gebundenen Ganztagsschule. Sie wandte sich, ohne sich gegen die Einrichtung eines Horts auszusprechen, gegen eine Sanierung des Schulhauses Trabelsdorf, um neue Räume anbieten zu können, denn in den Schulen Lisberg und Priesendorf stünden genügend Räume zur Verfügung. Zudem müsse ein Hort erst vom Landratsamt Bamberg genehmigt werden. Letztendlich befürwortete der Gemeinderat Priesendorf mit 8 : 3 Stimmen die Einrichtung eines Hortes im Schulverband Priesendorf - Lisberg - Walsdorf unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt ab dem Schuljahr 2016/2017, vorbehaltlich einer ausreichenden Zahl kostenpflichtiger verbindlicher Anmeldungen. Einstimmig war der Gemeinderat dafür, unverzüglich die Errichtung einer Ganztagsschule im Schulverband Priesendorf - Lisberg zu beantragen.


Hebesätze werden nicht erhöht

Weiter informierte Maria Beck über Hinweise der staatlichen Rechnungsprüfungsstelle, die eine Erhöhung der Hebesätze für die Realsteuern anregte. Der Gemeinderat sah ohne Beschlussfassung keine Notwendigkeit, die bürgerfreundlichen Realsteuersätze zu erhöhen.
Abgeschlossen wurde die Kostenvereinbarung durch die TG Priesendorf zur Errichtung des Geh- und Radweges von der Kreuzung Neuhausen bis Ansbach. Der Gemeinderat stimmte einstimmig dem Vereinbarungsentwurf der TG Priesendorf mit Gesamtkosten in Höhe von 262 000 Euro und einer Kostenbeteiligung der TG Priesendorf in Höhe von 131 000 Euro zu.
Abschlägig beschieden wurde der Antrag von Jürgen Gnech (SPD), in der Hauptstraße in Priesendorf bei der Bäckerei Söder eine Ampel bzw. einen Zebrastreifen einzurichten. Die Errichtung einer Ampel sei bei der zu geringen Pkw-Zahl nicht möglich, hieß es. Einstimmig war der Gemeinderat dafür, den Einbau eines Brennwertkessels in der Kirche und den Pfarrsälen mit zehn Prozent der Gesamtkosten in Höhe von 13 630 Euro zu bezuschussen.