In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats Pretzfeld beschlossen die Räte, dass mangels Differenzierungspunkten gegenüber anderen Berufsgruppen ab dem nächstmöglichen Zeitpunkt keine reduzierte Konzessionsabgabe für landwirtschaftliche Betriebe gewährt wird.
Grund für diesen Beschluss war ein Schreiben der Bayernwerk AG gewesen, die die Gemeinde aufgefordert hatte, die gemeldeten Landwirte - acht an der Zahl - turnusmäßig hinsichtlich der Sonderermäßigung für Strom zu überprüfen.


Rückläufige Tendenz

Geschäftsführer Andreas Pfister erläuterte, dass es sich bei diesem Thema um das Stromnetz handle, für das die Gemeinde verantwortlich ist. Diese erhält vom Betreiber eine Konzessionsabgabe.
Da Landwirte davon befreit sind, wird dadurch diese Abgabe niedriger. In der Gemeinde Pretzfeld machte das im vergangenen Jahr einen Einnahmeverzicht von 551 Euro aus. "Laut Bayerischen Gemeindetag ist die Tendenz der Gewährung verminderter Konzessionsabgaben für Landwirte allerdings rückläufig", erklärte Pfister.
Die Gründe liegen hauptsächlich beim Verwaltungsaufwand. "Die praktikablere Lösung erscheint hier der der Abschluss von günstigeren Stromrahmenverträgen durch die Landwirtschaftliche Verbandsvertretung mit den Stromversorgern", schlug Pfister vor. Er hatte bereits in Erfahrung gebracht, dass viele andere Gemeinden diese Regelung ebenfalls schon abgeschafft haben. So stimmten die Räte der Abschaffung ebenfalls zu.