Ein aggressiver Zuchtbulle hat die Polizei am Freitagabend in Atem gehalten. Das Tier war aus seinem Stall in Kleinseebach ausgebrochen und im Bereich der Röttenbacher Straße umher gelaufen. Fangversuche des Eigentümers erwiesen sich als erfolglos.
Daraufhin sperrten de eingesetzten Polizeikräfte zunächst die Gegend ab, um eine Gefährdung von Menschen auszuschließen. Die Dunkelheit behinderte zusätzlich die Suche. Als bereits alle Versuche gescheitert waren, den Bullen wieder lebend einzufangen, wurde als letzte Maßnahme auch die Tötung des Rindes ins Auge gefasst.
Mit Hilfe eines Polizeihubschraubers und einer Wärmebildkamera wurde ein Tier auf einer Lichtung entdeckt. Der Pilot führte die Streifenbesatzung durch den Wald, um festzustellen, ob es sich bei diesem Tier tatsächlich um den Bullen handelte.
Kurz bevor die Beamten dieses Ziel erreichten, erhielten sie die erlösende Mitteilung, dass es dem Besitzer tatsächlich gelungen war, sein wertvolles Rind wieder einzufangen. Auf die Frage, wie er dies den geschafft habe, erklärte der Landwirt, er habe seinen Bullen eben beruhigt und ihn gekrault. Die Beamten nahmen die Auskunft schmunzelnd zur Kenntnis. So leicht ist ein Bulle also zu beruhigen.