Zu einem "Betriebsausflug wie aus dem Bilderbuch" entwickelte sich die viertägige Reise des Sinfonischen Blasorchesters (SBO) aus Forchheim-Buckenhofen an den Gardasee. An exponierter Stelle in diesem Buch finden sich die Bilder eines tollen zweiten Platzes in der Categoria Superiore beim spannenden Wettbewerb "Flicorno d'Oro".
Im historischen Zentrum von Riva del Garda, unmittelbar am Seeufer, fand die 65-köpfige Delegation aus Forchheim ihre Unterkunft. Dort galt es, am Samstag zur "Primetime" um 19.30 Uhr in der zweithöchsten internationale Wertungskategorie zu bestehen. Ein ehrgeiziges Vorhaben, denn die Mitbewerber aus sieben Ländern Europas waren allesamt bestens präpariert.
Zuvor jedoch musste am Morgen eine Generalprobe organisiert werden. Dank der guten Beziehungen in das Trentin fand man mit der Musikkapelle in Dro, einem Ort zehn Kilometer von Riva entfernt, sehr nette Gastgeber mit idealen räumlichen Voraussetzungen. Wenn schon die noch amtierenden Bierkönigin Laura I. zu den Musikern gehörte, dann mussten dort natürlich auch einige Kostproben Forchheimer Bieres als Dankeschön zurückbleiben.
Am Abend ging es zum Wettbewerb in den Palazzo die Congressi. Die Stuhlreihen im Sala 1000 waren gut gefüllt, auch mit einer großen Zahl an Musikfreunden von der Banda Sociale di Lavis bei Trient, zu welcher der Musikverein seit 1979 eine freundschaftliche Verbindung pflegt.
Dann wurde es ernst. Hoch konzentriert und unter dem souveränen Dirigat von "Maestro" Mathias Wehr lieferten die Musiker dem Publikum und vor allem dem Komponisten Thomas Doss, der in der vierköpfigen Jury saß, ihr Pflichtstück "La Vouivre - The Giant Snake" ab. Danach noch das selbst gewählte "Sacri Monti" aus der Feder des Schweizer Komponisten Mario Bürki.
Bis zur Bekanntgabe des Ergebnisses mussten sich die Akteure aber noch mehr als 24 Stunden in Geduld üben. Mit dem Doppeldecker-Omnibus ging es in die nur 15 km entfernte Partnerstadt Rovereto. Dort warteten einer der Motoren der Partnerschaft, Domenico Nave, und sein Sindaco Francesco Valduga, um die Musiker zur Piazza Malfatti zu begleiten. Vor 100 Zuhörern gab es ein einstündiges Standkonzert.
Um 21.30 Uhr stand die Ergebnis-Präsentation im überfüllten Festsaal auf dem Programm. Mit 88,88 von 100 Wertungspunkten und einem Wimpernschlag von 1,5 Punkten Differenz schrammte das SBO letztlich am Kategoriesieg vorbei und musste der Trachtenkapelle Wilten bei Innsbruck/Österreich den Vortritt lassen. red