von unserer Mitarbeiterin 
susanne deuerling

Steinwiesen — Bis zum Jahr 2020 sind in der Prioritätenliste, des Marktgemeinderats Steinwiesen Investitionen von 5 770 000 Euro enthalten. Zieht man die Zuschüsse und Beiträge des Staates etc. ab, bleiben 3 260 000 Euro Eigenmittel der Kommune.
Es wird sicher in den nächsten sechs Jahren zu Änderungen, Verschiebungen und unvorhergesehenen Ausgaben kommen. "Aber nach dieser Liste können wir gut planen und vor allem bei der Rechtsaufsicht die geplanten Investitionen gleich anmelden", erklärte Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU).
Für die beiden Fraktionen erklärten die Fraktionssprecher Jürgen Eckert (CSU) und Jürgen Deuerling (SPD) übereinstimmend, dass sie diese Liste für einen guten Leitfaden halten. Es wurde jeder Ortsteil berücksichtigt, und die Vorhaben werden auch vom gesamten Gremium voll unterstützt.
Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) zeigte auf, dass für 2014 und 2015 die Hauptinvestitionen im Bereich Städtebausanierung Steinwiesen mit der Platzgestaltung am Rodachufer und der Ortsdurchfahrt liegen. Auch die Dorferneuerung in Birnbaum mit dem Ringweg, dem Kirchenvorplatz und der Langen Seite sowie in Schlegelshaid mit dem Bau des Dorfhauses ist ein großer und wichtiger Punkt.
Bei der Schulhaussanierung in Steinwiesen stehen die Toiletten der Kulturhalle an sowie die Erneuerung von diversen Schuleinrichtungen und die Fenster in den Treppenhäusern. Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED wird den Gemeinderat die nächsten drei Jahre beschäftigen, und auch die Straßenerschließung im Baugebiet "Gänshügel" in Nurn sowie Straßenausbaumaßnahmen in Steinwiesen (Blumenstraße, Am Gries, Leitschsiedlung) stehen an.
Im Freibad Steinwiesen soll ein Kinderplanschbecken entstehen, die gemeindlichen Mietshäuser werden jährlich Stück für Stück saniert und die Fassade sowie der Sitzungssaal des Rathauses renoviert. Für den Bauhof steht 2015 die Erweiterung des Gebäudes an und ab 2016 möglicherweise eine Ersatzbeschaffung des Lkws und Anschaffung von Winterdienstfahrzeugen.
Im Bereich der Hochwasserfreilegung Mühlwiesen und des Wasserrechts kommen 2014 bis 2016 erhebliche Kosten auf die Gemeinde zu, die jedoch wegen staatlicher Auflagen unumgänglich sind. Die inzwischen begonnenen Arbeiten am Kindergarten Neufang schlagen 2014 und 2015 zu Buche, ebenso Anschaffungen für die Feuerwehren Neufang, Nurn und Birnbaum. Der Ausbau der Breitbandversorgung ist für 2015 eingeplant.
Der Ringweg in Birnbaum ist bereits fertiggestellt und wird am 13. Juni übergeben. Die Lange Seite kann nicht vor 2015 begonnen werden, zurzeit liegt die Genehmigung des Amtes für ländliche Entwicklung vor, es fehlt nur noch die Genehmigung der Rechtsaufsicht. Bezüglich des Oberen Platzes soll nochmals mit der Bevölkerung diskutiert werden, ob der Platz für den Durchgangsverkehr offen sein soll oder nicht. In Schlegelshaid hat die Dorfgemeinschaft einen Entwurf für ein Dorfhaus vorgelegt. Diese Pläne werden nun begutachtet und so bald wie möglich umgesetzt.

Sehr aufwändig

Peter Schmittnägel (SPD) kritisierte in diesem Zusammenhang die Ausführung des Ringwegs. Er war der Meinung, dass der Ausbau viel zu aufwendig gewesen sei. "Das ist ja schon eine Prachtstraße", sagte Schmittnägel. Günter Partheymüller (CSU) gab zu bedenken, dass der Weg deshalb so aufwendig gebaut wurde, weil die Belastung durch die modernen Maschinen und Fahrzeuge enorm sei und man aus früheren Fehlern gelernt habe. Für Bürgermeister Gerhard Wunder war dieser Ringweg ein "Meilenstein" in Birnbaum.
Die Gesamtausschreibung für die Aufgaben des Marktes Steinwiesen und des Bauamtes an der Ortsdurchfahrt erfolgen im Juni. insgesamt ein Volumen von über zwei Millionen Euro. Die Auftragsvergabe soll im Juli und der Beginn der Maßnahme im Juli/August stattfinden. Gebaut wird vom Süden an der Brücke über die Leitsch und der Bushaltestelle anfangend Richtung Norden in Bauabschnitten. Die Genehmigung der Regierung von Oberfranken auf einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn liegt vor. Die förderfähigen Kosten belaufen sich auf 1 222 200 Euro, wobei eine Förderung von 60 Prozent sicher ist. Es laufen jedoch noch Gespräche, um diese auf 80 Prozent zu bringen.
Auf Anfragen einiger Anwohner vom Mühlberg und vom Stein konnte Bürgermeister Wunder diese beruhigen, die Zufahrten zu den Wohngebieten seien immer gewährleistet. Es werde vor allen Dingen in der ersten Bauphase einen Ampelverkehr geben, weitere Details können erst bei Baubeginn festgelegt werden. Nach Rückfragen erklärte Gerhard Wunder, dass die Stromleitungen in den Gehweg eingelegt und die Dachständer abgebaut werden.

Dach immer noch nicht dicht

Das Dach der neuen Turnhalle in der Mittelschule Oberes Rodachtal in Steinwiesen ist immer noch nicht dicht. Obwohl in den letzten Jahren immer wieder von den ausführenden Firmen nachgebessert worden ist, bahnt sich das Regenwasser noch immer seinen Weg. Laut Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) muss den Firmen zwar die Möglichkeit der Nachbesserung gegeben werden, aber: "Wie schauen da nicht mehr lange zu, dann leiten wir andere Schritte ein", sage er.