Einer fast 250 Jahre alten Tradition folgend wallt die Pfarrei Knetzgau am kommenden Wochenende wieder in die Fränkische Schweiz. Zum sechsten Mal machen sich, nach einer Unterbrechung von mehreren Jahrzehnten, wieder Fußwallfahrer aus der Pfarreiengemeinschaft Knetzgau und Umgebung auf die 85 Kilometer lange Strecke nach Gößweinstein. Das Ziel ist die Basilika zur Heiligen Dreifaltigkeit.
Das Wallfahrtsmotto lautet, aktuell passend zum Reformationsjubiläum "Ihr seid das Volk, das der Herr sich ausersehn" und bezieht sich auf die Einheit der Christen untereinander.
Die Wallfahrt beginnt, wie aus einem Bericht der Organisatoren hervorgeht, am Freitag, 23. Juni, um 6 Uhr mit dem Wallfahrtsgottesdienst in der Knetzgauer Pfarrkirche. Der Pilgerzug führt am ersten Tag nach Stegaurach. Dort findet ein Grillabend statt. In der Aurachtalhalle wird das erste Nachtquartier bezogen.


Station am Feuerstein

Am zweiten Wallfahrtstag führt der Weg zur Fähre nach Pettstadt und entlang des Rhein-Main-Donau-Kanals. Hier werden alle Jahre die Anliegen aus dem Gebetskasten in der Knetzgauer Kirche vorgetragen. Am Fuße des Feuersteins bei Drosendorf feiern die Wallfahrer am Samstagnachmittag den zweiten Wallfahrtsgottesdienst. Am Abend erreicht die Wallfahrt die Burg Feuerstein, wo in der dortigen Landvolkshochschule übernachtet wird.
Im Morgengrauen des Sonntags machen sich die Wallfahrer dann auf, um nach Ebermannstadt hinab zu ziehen, während etwa zur gleichen Zeit daheim in Knetzgau die Buswallfahrer nach Gößweinstein aufbrechen.


85 Kilometer Mrschstrecke

Gegen 8 Uhr treffen beide Grupppen in Windischgaillenreuth zusammen, um nach einer kurzen Andacht an der Hauskapelle der Familie Wölfel zusammen zu frühstücken. Vereint geht es auf die letzte Etappe des dreitägigen Fußmarsches.
Nach 85 Kilometern Fußmarsch und dem feierlichen Einzug unter dem Vollgeläute der Basilika Gößweinstein will der Knetzgauer Pfarrer Jürgen Schwarz das Wallfahrtsamt um 10.30 Uhr mit den Fuß- und Buswallfahrern zusammen feiern. Um 14 Uhr betet die Wallfahrtsgruppe dann den Kreuzweg hoch zum Kreuzberg. Der Heimweg ins Maintal wird mit dem Bus angetreten.
Die Wallfahrer werden gegen 18.30 Uhr an der Siechkapelle in Knetzgau zurückerwartet. Den endgültigen Abschluss findet die Gößweinstein-Wallfahrt in der Knetzgauer Pfarrkirche St. Bartholomäus mit dem feierlichen eucharistischen Schlusssegen. ft