Philipp Wenninger vom Schachclub Erlangen hat sich gegen 111 Teilnehmer durchgesetzt und souverän das Seebach-Open gewonnen. Die Schachabteilung des FSV Großenseebach hatte unter der Schirmherrschaft von Erlangen-Höchstadts Landrat Alexander Tritthart zum 28. Mal zu diesem Breitenschachturnier in der Mehrzweckhalle eingeladen.
Die besten 25 Spieler gingen mit einer nationalen Wertungszahl (NWZ) von über 2000 an den Start. Die höchsten NWZ wiesen IM (Internationaler Meister) Alexander Seyb vom SC Forchheim (2416), Gunter Spieß (2390, ESV Nickelhütte Aue), Wenninger (2332), Eduard Miller (2297, SC Erlangen), FM (FIDE-Meister) Vitaly Promyshlyanskyy (2268, SC Noris Tarrasch Nürnberg), Lukas Schulz (2235, SC Forchheim) und FM Ingo Cordts (2202, Ford SF Köln) auf. In dreieinhalb Tagen absolvierten die Teilnehmer sieben Runden beschleunigtes Schweizer System.
Als Rahmenprogamm wurden ein Grillabend und ein Würfelblitzturnier über neun Runden Schweizer System veranstaltet. Auch diesen Gaudiwettbewerb mit 30 Spielern gewann Philipp Wenninger, vor IM Vitaly Promyshlyanskyy und FM Florian Wagner. Beim Würfelblitz bestimmt die gewürfelte Augenzahl die Bedenkzeit des Spielers für die Partie in Minuten. Bei einer Eins wird die Bedenkzeit allerdings auf zwei Minuten erhöht.


Favorit Seyb "nur" Fünfter

Das Seebach-Open blieb bis zum Schluss spannend. Turnierfavorit, 2014-Gewinner und Lokalmatador Seyb bezwang zum Auftakt Tobias Schwarzmann vom SC Höchstadt. In Runde 2 folgte ein Remis gegen Richard Saathoff vom SW Nürnberg Süd, anschließend eine überraschende Niederlage gegen Helmut Luther (SW Nürnberg Süd) und damit der Absturz auf Platz 46 in der Rangliste. Mit vier Siegen in Folge gegen Severin Bühler, Helmut Wittmann, Klaus Meulner und Maik Naundorf kämpfte er sich zurück auf den fünften Platz. Immerhin durfte er sich mit dem Sparkassenpreis (Pokal und Geld) für den besten Spieler des westlichen Landkreises trösten. Er hatte einen halben Buchholzpunkt Vorsprung vor Mario Linsenmeyer.
Für den auf Rang 2 gestarteten Spieß lief es besser. Er siegte anfangs gegen Ulrich Gehrmann und Justus Schmidt. Die Partien gegen Naundorf (Runde 3), Wenninger (5) und gegen den Großenseebacher Linsenmeyer (7) endeten remis. In Runde 4 besiegte er Hubert Seibold, in Runde 6 Karsten Bunk, womit er seine Startposition hielt und Silber gewann.
Wenninger ging von Rang 3 aus ins Rennen. Nach Siegen gegen Markus Ließ, Klaus Rechner, Manfred Walter und Cordts folgte ein Remis gegen Spieß. Mit dem Erfolg gegen FM Florian Wagner und der Punkteteilung mit Gerhard Reis hatte er als einziger Spieler sechs Zähler auf dem Konto, während die Akteure von Rang 2 bis 7 einen Kontostand von 5,5 Punkten erkämpft hatten und die Buchholzwertung über die Platzierung entschied. red
Seebach-Open: 1. Philipp Wenninger (6/ 31,0), 2. Gunter Spieß (5,5/30), 3. Gerhard Reis (5,5/29,0), 4. Florian Wagner (5,5/26,5), 5. Alexander Seyb (5,5/26), 6. Mario Linsenmeyer (5,5/25,5), 7. Reiner Heimrath (5,5/ 25,0)
Ratingpreise: NWZ<2100 Hubert Seibold (SK Zirndorf), NWZ<2000 Andreas Bäuschlein (SK Chaos Mannheim), NWZ<1900 Sebastian Wezel (SV Dettingen), NWZ<1800 Manfred Meier (SV Neustadt/Aisch), NWZ<1700 Maximilian Kreuz (FSV Großenseebach, NWZ<1600 Marko Köhl (SK Rothenburg, NWZ<1500 Stefan Ebert (FSV Großenseebach)
Bester Senior: Peter Krauseneck (SC Bamberg) / Beste Spielerin: Gabriele Walter (SV Lauf) / Bester U18-Spieler: Sebastian Hoffmann (SC Noris Tarrasch Nürnberg) / Bester U14-Spieler: Hannes Hetzner (SC Erlangen) / Bester U12-Spieler: Arora Abhiraaj (7 Jahre, SC Erlangen) / Mannschaftspreis: SC Noris Tarrasch Nürnberg (Florian Walter, Reiner Heimrath, Vitaly Promyshlyanskyy und Sebastian Hoffmann)