Gleich zwei neue Pfarrer sind ab sofort in der Gemeinschaft innerhalb der Kirche in der Weltrichstraße tätig. Benedikt Baader (29) möchte frischen Wind in die Jugendarbeit bringen, Jan Werth (42), der schon von 1997 bis 2006 als Pastor in der Weltrichstraße war, ist nun Gemeindepfarrer.
Die Gemeinschaft in der Weltrichstraße ist keine Kirche im üblichen Sinne, auch wenn es sich um eine evangelische Gemeinde handelt. "Wir leben allein durch Spenden. Und unser theologischer Schwerpunkt liegt auf der persönlichen Begegnung mit Jesus Christus", erklärt der neue Gemeindepfarrer Jan Werth.


Früher Pastor in Kulmbach

Die rund 60 Gemeindemitglieder kennen Werth schon. Denn der 42-Jährige war schon von 1997 bis 2006 als Pastor in Kulmbach tätig. Dann weitete er seine Tätigkeit auf die gesamte Region, insbesondere auf Creußen aus. Werth wird weiterhin als Regionalleiter des Gemeinschaftsverbands Hensoltshöhe fungieren und Creußen betreuen, allerdings mit reduzierter Stundenzahl.
Dafür wird ihm Jugendpfarrer Benedikt Baader (29) in Creußen und in Kulmbach zur Seite stehen. "Ich kann sehr gut mit Stress umgehen", sieht Werth kein Problem in der Aufgabenvielfalt. Allerdings hat sich seit seiner früheren Tätigkeit in Kulmbach viel getan: Denn inzwischen ist Jan Wert verheiratet und hat drei Kinder, wie er bei seiner Amtseinführung verriet.
"Ich brenne für Jesus", sagt Benedikt Baader, der aus Villingen kommt, über sich selbst. "Die Jugendarbeit ist etwas eingeschlafen, ich will das ändern", sagt der 29-Jährige. Ideen, wie er das tun möchte, hat er auch schon. So möchte er Teeniepartys initiieren, Treffen und andere Events. Und er möchte den Jesus-Kids-Club aktivieren. "Ich möchte außerdem eine Cajun-AG an den Schulen ins Leben rufen", sagt er. Ziel sei, mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu kommen. Die nächste Teenieparty steigt übrigens am 1. Oktober - mittags um 12 Uhr. Essen gibt es auch.


Er liebt fremde Galaxien

Doch Baader verriet noch viel mehr: Er liebt Fußball und Musik und interessiert sich für fremde Galaxien, schwarze Löcher und Dokus über diese Phänomene. "Ich wünsche mir für meine Arbeit in Kulmbach, dass Gott wirkt und dass Dinge wachsen", erklärt Baader. Eine Whatsapp-Gruppe hat er in den ersten Tagen seines Wirkens bereits gegründet.
Zur Einführung der beiden neuen Pfarrer predigte Herrmann Findeisen über den Römerbrief. Und auch Moderator Gotthard Lehner freute sich, dass die Weltrichstraße jetzt endlich nicht mehr vakant ist.
Für die evangelische Kirche hieß der stellvertretende Dekan Holger Fischer die beiden neuen Pfarrer willkommen, die Grüße der Stadt überbrachte Ralf Hartnack. "Hier in der Weltrichstraße spürt man den Geist der Gemeinschaft", sagte der Stadtrat.
Die gemeindeeigene Band schmückte den Einführungsgottesdienst musikalisch aus. so