Wie kann kirchliche Jugendarbeit mehr Kinder und Jugendliche erreichen? Wie können möglichst lebendige Angebote ins Leben gerufen werden? Mit diesen und anderen Fragen setzen sich 22 Frauen und Männer bei der Jugendseelsorgekonferenz im Jugendhaus Am Knock in Teuschnitz auseinander.
Thema war "Kooperative Kinder- und Jugendpastoral". Die kooperative Kinder- und Jugendpastoral ist der Leitgedanke des aktuellen Jugendplans der Erzdiözese Bamberg. "Für eine erfolgreiche kirchliche Kinder- und Jugend(verbands)arbeit mit gelingenden und nachhaltigen Begegnungen mit ganz unterschiedlichen jungen Menschen ist es notwendig, dass all die, die für die Kinder- und Jugendpastoral verantwortlich sind, zusammenarbeiten und einander ergänzen", heißt es da.
Wie eine solche Kooperation praktisch aussehen könnte, zeigte Pastoralreferent Matthias Simon, Religionslehrer in Kronach und einer der Gäste der Jugendseelsorgekonferenz. Besonders geeignet für eine neue Form der Kooperation von Schule und Kirche seien die Projekt-Seminare zur Studien- und Berufsorientierung, kurz P-Seminare, in der gymnasialen Oberstufe. Die Seminare sollen Schüler möglichst praxisnah auf Beruf und Studium vorbereiten, weshalb die Schulen dabei mit externen Kooperationspartnern zusammenarbeiten. "Für die Jugendpastoral könnte die Zusammenarbeit in P-Seminare viele Chancen bieten", sagte Simon. So würden Schüler, auch wenn sie sonst keine oder wenige Berührungspunkte mit Kirche haben, diese in einer anderen Dimension kennenlernen und persönliche Kontakte zu pastoralen Mitarbeitern aufbauen. Kirche werde zudem als Arbeitgeber auch außerhalb bekannter Tätigkeitsfelder erlebbar. Ein bereits etabliertes Konzept stellte Stefan Hofknecht, Jugendbildungsreferent im Dekanat Coburg, vor.


Dekanatsteam aufgebaut

Innerhalb kurzer Zeit sei es dort durch gezielte Kooperation und durch den Aufbau eines Dekanatsteams gelungen, eine lebendige Jugendarbeit zu gestalten. Das Dekanatsteam und der Bildungsreferent unterstützen zum einen die Jugendarbeit in den Pfarreien. Zum anderen schaffen sie eine Vernetzung zwischen den verschiedenen Akteuren auch über das Dekanat hinaus. Über das jugendpastorale Zentrum "Zeitraum" in Bamberg berichtete schließlich Gregor Froschmayr, Referent für Glaubensbildung. Das Projekt ist ein offenes Angebot für Jugendliche. Jeden ersten Freitag im Monat findet zunächst ein Gottesdienst statt, bevor z. B. im Jugendkulturtreff "Immerhin" die Möglichkeit zu Austausch und Begegnung besteht. red