Die Gemeinde Ebelsbach ist damit einverstanden, dass die Papierfabrik Palm im benachbarten Eltmann weiterhin das für ihre Produktion notwendige Wasser aus Tiefbrunnen im Maintal bezieht. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag auf Verlängerung des Wasserbezugs zu.
Auf der Tagesordnung stand die Neuerteilung der wasserrechtlichen Bewilligung für die Brunnen eins bis neun der Papierfabrik Palm. Da die wasserrechtliche Gestattung für die Betriebswasserentnahme aus den neun Tiefbrunnen zum Jahresende ausläuft, hatte die Firma Palm die Neuerteilung der Bewilligung für weitere 20 Jahre im bisherigen Umfang beantragt.


Ohne Gegenstimme

Da durch das Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten seien, sei auch eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht erforderlich, hieß es in der Sitzung. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag ohne Gegenvotum zu.
In der Phase der Genehmigung für die Papierfabrik, die mittlerweile auf zwei Produktionsstraßen Zeitungsdruckpapier aus Altpapier herstellt, hatte es wegen der Wasserentnahme die heftigsten Auseinandersetzungen gegeben. Kritiker hatten damals befürchtet, dass die enormen Mengen, die das Unternehmen braucht, sich ungünstig auf den Wasserhaushalt und möglicherweise auch auf die Wasserversorgung der privaten Haushalte in den Orten auswirken könnten.
Befürworter dagegen hatten argumentiert, im Maintal sei so viel Wasser vorhanden, dass es keine Nachteile geben werde. Schließlich durfte die Papierfabrik die Tiefbrunnen niederbringen und betreiben.
In den vergangenen Jahren ist über mögliche Probleme in diesem Zusammenhang nichts bekannt geworden. Die Firma betreibt ein eigenes Klärwerk. gg/ks