Der mögliche Standortwechsel des Gebrauchtwarenhofes "Pack mer´s" in Forchheim, der einem Hotelneubau weichen soll, wirft einige Fragen auf. Gerhard Pfister, Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH, weist in einer Stellungnahme zum Kreistagsbeschluss darauf hin, dass "Pack mer's" seit 17 Jahren in Stadt und Landkreis Forchheim als sozialer Betrieb tätig sei und in dieser Zeit keine Zuschüsse des Hauptgesellschafters, des Landkreises Forchheim erhalten habe, sondern seinen Finanzbedarf selbst gestemmt habe.
Der Hof habe am Standort Geld in bauliche Maßnahmen investiert und daraus resultieren offene Abschreibungen. Ein neuer Standort sollte dem jetzigen entsprechen, das heißt: gleiche Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, gleiche Zahl der Büroräume, Werkstatträume und Lagerfläche sowie Verkaufsfläche. Dafür würden eine entsprechende Gesamtfläche sowie dazugehörige Parkplätze benötigt. Auch dürften die Mietkosten die jetzigen nicht überschreiten.
Gerhard Pfister erläutert: "Die Pack mer´s gGmbH ist nicht nur ein Gebrauchtwarenhof, sondern durch die Dekra-Certification zugelassener Träger nach dem Recht der Arbeitsförderung. Die Maßnahmen, die wir für das Jobcenter durchführen, sind ein wichtiger Faktor bei der Finanzierung von Pack mer's." Voraussetzung für diese Zulassung sei die Erfüllung bestimmter baulicher, personeller und technischer Standards. Diese würden jährlich überprüft.
"Bei einer deutlichen Verschlechterung der Bedingungen muss damit gerechnet werden, dass die Einkünfte der Firma nicht ausreichen, die Kosten zu decken. Eine Fortführung der Arbeit von Pack mer's wäre dann gefährdet", warnt der Geschäftsführer. red