Soden-Salmünster — Drittes Spiel - dritter Sieg! Der PSV Franken übernimmt die alleinige Tabellenführung in der 2. Bundesliga Nord. In einem hochklassigen Match siegten die Puppenstädter mit 5715:5683 in Bad Soden-Salmünster.
"Zwischendurch sahen wir schon wie der sichere Sieger aus, aber der Gegner verlangte uns doch - wie erwartet - bis zum Ende alles ab." Ein erleichterter Kapitän Jürgen Bieberbach atmete nach einem spannenden Spitzenspiel erst mal kräftig durch. Vom Start weg hielt er mit seiner starken Nummer sein Sextett im Spiel.
Nach überschaubarem Start spielte Neustadts Sportchef groß auf und erzielte glänzende 991. Allerdings reichte es wieder nicht zur Führung, da Bastian Bieberbach (911) vier konstante, aber eher mäßige Durchgänge ohne Ausreißer nach oben ablieferte. Die Gastgeber Michael Klüber (991) und Sebastian Christe (935) brachten ihre Farben mit 24 Holz in Front.
In der Mittelpaarung drehten die Gäste schnell den Spieß um. Hans Dippold verbaute sich mit mittigen Räumanwürfen eine bessere Ausgangsposition und verlor mit fortlaufender Dauer auch seine Linie, sodass trotz fehlerfreien Spiels nicht mehr als 867 herauskamen.

"Zauberer" Dieter Nielsen

Erneut nicht zu stoppen war Dieter Nielsen. Er zauberte erstklassige 1036 auf die Bahnen, wobei die ebenfalls fehlerlosen 372 Räumkegel imponierten. Da Stefan Stehle (907) und vor allem Joachim Kucka (910) sich im Schlussdurchgang noch retteten, war das PSV-Polster nicht so komfortabel, wie es zwischenzeitlich schien.
Die Schlussgruppe bot dann den Zuschauern ein echtes Spektakel mit Spannung, Dramatik und Spitzenleistungen. Hauptakteur war vor allem Michael Moosburger, der trotz Verdacht auf Außenbandriss durchspielte. Michael Lohrer (933) kegelte vier konstante Serien und verlor gegen den stark startenden Rene Hagenbach (938) nur geringfügig.
Das andere Kreuz hatte es in sich: Auf der zweiten Serie brannte Michael Moosburger mit überragenden 281 (165/116) ein wahres Feuerwerk ab und erhöhte den Vorsprung seines PSV auf über 100 Holz. Doch die Entscheidung war dies noch nicht, denn Moosburgers Schwächephase nutzte Thomas Klüber postwendend aus und reduzierte auf 42 Kegel minus aus Sicht der Heimmannschaft. Im Schlussdurchgang zeigten beide nochmal phantastischen Sport und egalisierten sich hierbei nahezu. So endete das direkte Duell mit 1002 für Thomas Klüber zu 977 für Michael Moosburger. hn