Premiere im neuen Domizil: Erstmals hielten die Autenhaus'ner Musikanten ihre Hauptversammlung in der nun vereinseigenen Alten Schule ab. "Das neue Probenheim ist nun zu fast 90 Prozent fertiggestellt", berichtete Vorsitzender und Dirigent Konrad Keller stolz. Nach Ende der heißen Auftrittsphase sollen ab Herbst noch Eingangsbereich und Toilettenräume in der 2015 erworbenen Immobilie auf Vordermann gebracht sowie das Dach neu gedeckt werden.
Als Hauptaufgabe bezeichnete es der musikalische Leiter, dem Hauptorchester die Bläserklassen 2013, 2015 und 2016 langsam zuzuführen. Von den 16 Musikern, die 2010 die Kapelle gebildet hatten, blieben nur sieben übrig. Aktuell zählen die Autenhaus'ner Musikanten 49 Aktive. "Das heißt, 75 Prozent spielen erst seit sechs oder weniger Jahren bei uns", betonte Keller. Der Verein wuchs mittlerweile auf 131 Mitglieder an (2015: 103). Bei aktiven wie passiven Mitgliedern verzeichnete der Vorsitzende "ein ausgeglichenes Niveau von Jung und Alt". Statt nur auf das Probenende des Nachwuchses zu warten, hätten auch Eltern begonnen, ein Instrument zu lernen. Sonja Meister wurde zur weiteren Beisitzerin gewählt. Mit Stefan Hofknecht wurde erstmals ein Jugendwart bestimmt. Außerdem soll sich der neugeschaffene Vergnügungsausschuss um Organisatorisches sowie um die Noten kümmern. Diesem Helferkreis gehören Sabrina Hackl, Felix Höhn, Monika Oehrl und Johannes Tranziska an. Ehrungen möchte Keller zukünftig wieder regelmäßig durchführen. Bei der Versammlung hatte er Urkunden für 40-jährige Treue für Uwe Jahresdörfer, Dieter Mey, Gerhard Och, Rudolf Tranziska und Thomas Vollkommer dabei. Für 25 Jahre wurden Rudi Fischer und Kassier Stefan Nitzsche geehrt. Angesichts der stetig wachsenden Mitgliederzahl hofft der Vorstand, die Schulden, die der Verein wegen des Kaufs und Umbaus der Alten Schule erstmals machen musste, in zehn Jahren tilgen zu können. Die Musikanten hatten das leerstehende Gebäude durch Darlehen einiger Mitglieder erwerben können. Auch die Stadt Seßlach und der Kulturfonds hatten den Kauf unterstützt.
Von einer "Erfolgsgeschichte" zu sprechen, sei noch untertrieben, betonte Bürgermeister Martin Mittag (CSU). "So ein Vereinsheim, noch dazu selbst finanziert und renoviert, wünschen sich viele", sagte er. bek