Der fränkische Kabarettist und Wortakrobat Oliver Tissot war am Samstag in der Höchstadter Kulturfabrik zu Gast und sorgte für eine gute Stimmung im Aischgrund. Tissot, der sein Programm nicht nur von der Bühne aus vortrug, sondern sich vor allem zwischen den Gästen aufhielt, schaffte es immer wieder, die Besucher mit einzubinden.
So wurde kurzerhand für den geschiedenen Bauzeichner eine neue Lebensgefährtin gesucht oder der Softwareentwickler mit dem Hardwareentwickler verglichen. Auch die Firma Schaeffler (deren Namen sich daraus zusammensetzt, dass nie ein Chef anzutreffen ist: Chef leer) wurde im Programm immer wieder aufs Korn genommen, vor allem die Härterei. Tissot referierte auch über die Vergangenheit der Kulturfabrik: "Früher wurden hier Hausschuhe hergestellt. Was passt besser zu einem Franken als Hausschuhe? Der Franke geht wirklich nur dann vor die Türe, wenn es unbedingt sein muss."
Nicht zuletzt berichtete er über eine Wasserpflanze namens Bremis Wasserschlauch, die nur in Franken vorkommt - und er fragte sich, ob es einen Zusammenhang zwischen dieser Pflanze, der Aischbrücke und dem amtierenden Bürgermeister Gerald Brehm (JL) gibt. Dennoch sah er an der Brücke auch etwas Positives: "Kein Mensch erinnert sich an Bauwerke, die rechtzeitig fertig werden. Schaut nur nach Berlin zum Flughafen, nach Stuttgart zum Bahnhof oder nach Hamburg zur Elbphilharmonie!"
Der Veranstalter, der Höchstadter Eishockeyclub (HEC), zeigte sich in einem Pressebericht sehr zufrieden mit dem Abend. "Oliver hat es geschafft, immer wieder die Stadt Höchstadt, den Aischgrund und den Verein in sein rundum gelungenes Programm einzubinden. Gerade dieser Bezug auf die Region kam bei unseren Gästen sehr gut an, wir bekamen sehr positives Feedback", so Christian Götz von der Marketingabteilung des HEC.


Noch Karten für Michl Müller

Der nächste Kabarett-Höhepunkt in Höchstadt auf Einladung des HEC soll der Auftritt von Michl Müller am 7. Januar werden. Karten können bei Wigwam Outdoor in Höchstadt erworben werden: "Wir haben nur noch wenige Restkarten und rechnen damit, dass wir in den nächsten Tagen ein ausverkauftes Haus vermelden können", so Götz weiter. red