Heiligenstadt — Zum 90. Geburtstag von Walburga Hahn hatte sich Bürgermeister Helmut Krämereingefunden, um auch im Namen des Landrats Glück- und Segenswünsche zu überbringen.
In Großgressingen bei Ebrach auf die Welt gekommen, wuchs Walburga Hahn zusammen mit ihren drei Geschwistern auf dem elterlichen Bauernhof auf. Nach der Hochzeit mit Josef Hahn in Unterneuses übernahm das Ehepaar die Landwirtschaft der Schwiegereltern, bekam drei Kinder, die wiederum ihrerseits für Familiennachwuchs mit drei Enkelkindern sorgten. Als begeisterte Obstbäuerin sorgte die Jubilarin gleich dafür, dass die verschiedensten Obstbäume gepflanzt wurden.
Vom Schicksal mit dem frühen Verlust von Sohn Werner und nur sechs Jahre danach ihres Ehemannes arg gebeutelt, ließ sich die sympathische Ruheständlerin nicht unterkriegen. Sie kümmerte sich weiter um den Erdbeeren- und Heidelbeeranbau, ihre Obstbäume und zauberte immer wieder gern im Backofen ihre bekannten Kuchen und Schwarzwälder Kirschtorten.
Aber auch ihre Fahrten mit dem geliebten Traktor, die sie erst mit 85 Jahren beendete, machten ihr stets große Freude. Vor zwei Jahren zog sie auf Vermittlung ihrer in Heiligenstadt lebenden Tochter Roswitha ins Familienzentrum,, um hier liebevoll umsorgt ihren Lebensabend zu verbringen.
Besonders freute sich Walburga Hahn aber über die Glückwünsche und ein "dickes" Bussi von ihrem elfjährigen Enkelkind Ben. fr