Stephan Herbert Fuchs

In Kulmbach waren sie schon (2004), in Neudrossenfeld auch (2016), aktuell machen sie in Lichtenfels Station und im kommenden Jahr werden sie in Hollfeld stattfinden: die Oberfränkischen Malertage. Weil es die 20. Malertage sind und weil die Initiatorin und Ideengeberin Christel Gollner aus Bayreuth sich demnächst als Vorsitzende aus dem Trägerverein zurückziehen möchte, hat sie zusammen mit 36 der beteiligten Künstler und dem Nürnberger Schriftsteller Godehard Schramm Bilanz gezogen, und zwar in Buchform. Herausgekommen ist ein stattlicher Bildband mit dem Namen "Buntland bildschön".


Die Geburtsstunde

1998 fanden die Oberfränkischen Malertage zum ersten Mal statt. Die bekanntesten Maler aus der Region trafen sich in der Bahnhofsgalerie in Weidenberg bei Bayreuth, um sich auszutauschen und dort zu arbeiten. "Das war die Geburtsstunde der oberfränkischen Malertage", erinnert sich Christel Gollner. Ein Jahr später traf sich die Künstlermannschaft wieder, diesmal in Pegnitz, und bereits mit Unterstützung des damaligen oberfränkischen Regierungspräsidenten Hans Angerer. "Am Anfang musste ich suchen, später haben sich die Städte, Märkte und Gemeinden bei uns beworben, mittlerweile ist das Ganze ein Selbstläufer geworden", sagt Gollner.
Der neue Band soll dabei nicht nur eine bloße Dokumentation sein, sondern den Leser neugierig machen auf die Orte, die Godehard Schramm in seinen poetischen Ortsportraits in Jean-Paul-Manier beschreibt. Schramm ist mit den Malertagen bestens vertraut und hat allein elf Mal die Eröffnungsrede gehalten. "Buntland bildschön" soll unser buntes und vielgestaltiges Oberfranken porträtieren und den Leser neugierig machen auf manche Stadt, die er noch nicht gesehen, beziehungsweise besucht hat, so Gollner.


Kunst und Literatur

Erschienen ist das Buch im Verlag Heinz Späthling aus Ruppertsgrün-Weißenstadt, dessen Unternehmen auch für die Gesamtherstellung verantwortlich ist. Die Neuerscheinung vereinige Bilder aus 20 Jahren Malertagen mit einem starken Stück Literatur, sagte Späthling. Damit ein derart prächtiger Band auch finanziert werden konnte, seien zahlreiche Unterstützer notwendig gewesen, darunter die Oberfrankenstiftung und die Niederfüllbacher Stiftung, alle beteiligten Städte und Landkreise, zahlreiche Unternehmen aus der Region und auch einige private Sponsoren.