Kreis Forchheim — Mit verstärkten Kontrollen im gesamten Regierungsbezirk will die oberfränkische Polizei am ersten Dezemberwochenende insbesondere Diebesbanden und reisenden Straftätern begegnen. Die großangelegten Schwerpunktkontrollen sind Teil einer Aktion des bayerischen Innenministeriums, mit dem Ziel, die seit Jahren bundesweit stetig steigenden Einbruchszahlen zu senken.
"Der Großeinsatz am Wochenende soll das bisherige Maßnahmenpaket der oberfränkischen Polizei im Kampf gegen die zunehmende Einbruchskriminalität nachhaltig ergänzen", schreibt das Polizeipräsidium in einer Pressemitteilung. Mit 310 Fällen von Wohnungseinbruchsdiebstählen im Regierungsbezirk registrierte die oberfränkische Polizei im Jahr 2013 eine Zunahme dieser Straftaten um 11,9 Prozent. Eine steigende Tendenz dieses Phänomens zeichnet sich ebenfalls im laufenden Kalenderjahr ab.

Jeder vierte Fall aufgeklärt

Dennoch bewegen sich die oberfränkischen Zahlen im Vergleich zu den bayernweit gut 6000 angezeigten Delikten noch eher im unteren Bereich.
Ein Bündel unterschiedlichster kriminalpolizeilicher Maßnahmen sowie die Sensibilisierung der Bevölkerung führten in der Vergangenheit schon mehrfach zur Identifizierung von Einbrechern oder zu deren Festnahme auf frischer Tat.
Dadurch konnte in Oberfranken bereits jeder vierte Fall aufgeklärt werden. In ganz Bayern wird jeder sechste Fall aufgelöst. Mit der oberfränkischen Schwerpunktaktion von Samstag, 6., bis Montag, 8. Dezember, sollen bei ganzheitlichen mobilen, als auch bei stationären Kontrollen potenzielle Straftäter entlarvt werden.
Die oberfränkischen Polizisten, die von Kollegen der Baye-rischen Bereitschaftspolizei Unterstützung erhalten, werden deshalb neben Einbrecherbanden auch alle anderen Kriminellen ins Visier nehmen.