Zum Bericht "Neue Liste: 'CSU hat nicht kapiert, worum es beim Aldi/Rewe-Projekt geht'" vom 4. April:

Die Neue Liste Ebermannstadt (NLE) behauptet in einer Stellungnahme zum Thema Oberes Tor - Rewe/Aldi, die CSU hätte nichts verstanden und arbeite mit veralteten Zahlen. Das kann so nicht unwidersprochen bleiben. Die Cima-Daten, auch wenn sie aus dem Jahr 2012 stammen, sind erhoben und beziehen sich auf die Einzelhandelsversorgung in Ebermannstadt. Diese Daten hat auch das Isek Gutachten von 2016 übernommen. Daraus folgert Isek:
"Ausbaupotenzial besteht nach den Berechnungen des Einzelhandelskonzeptes der Cima (2013) sowie nach eigenen Berechnungen in Ebermannstadt nicht. (ISEK, Projekte Seite 83).
Die NLE propagiert Prognosen und interessengelenkte Ansichten als Wahrheit. Das neue, vom Investor Sontowski beauftragte und bezahlte Cima-Gutachten, lässt alle Berechnungen beiseite (neudeutsch: entkoppelt die Daten) und spricht stattdessen vom Potenzial (was Spekulation ist, aber den Vorteil hat, die eigenen Bedenken aus dem Gutachten von 2013 zu übergehen). Die NLE als Steigbügelhalter von Sontowski schließt sich der Betrachtung des bezahlten Cima-Gutachtens an und malt in rosigen Farben die Zukunft Ebermannstadts. Bedenken zur Überlebensfähigkeit des bestehenden Rewe-Marktes (begründet mit Cima 2013 und Isek 2016) werden hinweggewischt mit einer Bestandsgarantie bis 2030, wozu es aber keinen Vertrag oder gar die schriftliche Abmachung einer Vertragsstrafe bei vorzeitiger Schließung gibt.
Wenn es dem Betreiber aus wirtschaftlichen Gründen geboten erscheint, die Immobile leerstehen zu lassen oder einer anderen Nutzung zuzuführen, wer will dem dann entgegentreten?
Die NLE will eine neue Situation am Oberen Tor, und zwar nur und von vornherein mit Sontowski. Alle anderen Überlegungen werden als Hirngespinste abgetan. Es stellt sich aber die Frage angesichts dieses vehementen Eintretens für einen bestimmten Investor, ob da wirklich nur uneigennützige Ziele verfolgt werden oder schon auf den Hauptsponsor für den nächsten Kommunalwahlkampf geschielt wird.
Geradezu Hohn spricht der letzte Absatz der NLE-Verlautbarung: Wer die Stadtratssitzung vom 27. März 2017 verfolgt hat, wird sich den Druck vorstellen können, dem Stadträte ausgesetzt werden, die wagen sollten, unbequeme Fragen zu stellen oder gar anzudeuten, gegen die "Obere Torheit" zu sein.
Irene Peter
Ebermannstadt