Der Niederndorfer Harald Kollmann lässt die rund 250 Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Niederndorf und Umgebung nicht im Stich und reaktivierte den Traditionsverein. Der Verein zählte einmal bis zu 400 Mitglieder und war damit der zweitgrößte Obst- und Gartenbauverein im Kreisverband.
Doch dann kam es so, wie in vielen anderen Vereinen auch: Niemand wollte Verantwortung übernehmen, um den Verein zu führen. Dabei kann der Verein auf eine lange Geschichte zurückblicken.
Der im Jahr 1963 zum Ehrenbürger ernannte Geistliche Rat Peter Fleischmann war es, der den Verein mitbegründete. Der Gartenbauverein bestimmte damals zusammen mit dem ASV, der Feuerwehr und dem Josefsverein das gesellschaftliche Leben.
In den letzten Jahren wusste eigentlich niemand mehr so richtig, ob der Verein noch existiert. Nichtsdestotrotz: "Man kann die verbliebenen Mitglieder nicht einfach in Stich lassen", erklärte Harald Kollmann und berief eine Mitgliederversammlung ein. Dass im Ortsteil Niederndorf Interesse am Fortbestand des Vereins besteht, zeigten 47 Mitglieder mit ihrer Anwesenheit. Großes Interesse signalisieren auch Bürgermeister German Hacker (SPD) und Otto Tröppner sowie Herbert Lawrenz vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege, die sich für die Neuwahlen verantwortlich zeichneten.
Die Mitglieder diskutierten bei der Versammlung lebhaft über die Zukunft des Vereins. Alle waren sich einig, dass Kinder und Jugendliche mit eingebunden werden müssen.


Kindergruppe könnte rettend sein

So blickt Harald Kollmann ein bisschen neidisch nach Weisendorf, dessen Jugendarbeit im OGV hervorragend funktioniere und der Nachwuchs aktiv mit ins Vereinsleben eingebunden wird. "Ich würde es mir wünschen, dass uns vielleicht junge Eltern und Mütter, aber auch aktive Großeltern unterstützen, damit wir eine Kinder- und Jugendgruppe ins Leben rufen können", so lautet einer der Wünsche des Vorsitzenden. Denn gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, schon die Kinder mit Natur und Umwelt vertraut zu machen.
Und immerhin hatte der Verein in den früheren Jahren schon einmal eine Jugend- und Vogelgruppe und es wurden Nistkästen für Vögel und Fledermäuse gebaut. So eine Konstellation kann sich Kollmann jetzt wieder vorstellen, wenn sich Mitglieder aktiv daran beteiligen werden.
Der Bürgermeister und die beiden Vorsitzenden des Kreisverbandes freuten sich, dass der Verein in Niederndorf nicht aufgegeben wird und vielleicht auf eine neue Blütezeit zusteuert.